Innere Stimme

“Der einzige Diktator auf Erden, den ich anerkenne, ist die leise Stimme in mir.”

Mahatma Gandhi

Wenn eine leise innere Stimme, der jemand folgt, so mächtig sein kann, so viele positive Veränderungen, nicht nur für einen selbst, sondern auch für andere, ein ganzes Volk bewirken kann – und zwar friedlich- weshalb folgen wir dann nicht alle unserer inneren Stimme? Die Welt hätte ein anderes Gesicht. Folgte Martin Luther King ebenfalls einer leisen inneren Stimme?

Wessen Stimme ist es? Die des Guten, eines höheren Wesens, unseres Gewissens, unserer Seele? Haben dann alle Menschen diese innere Stimme, nur dass sie ihr nicht folgen, sie sogar unterdrücken? Ist die Folge davon, dass Menschen den Wunsch verspüren zu sehen, wie andere sterben und sogar nachhelfen, um dies zu sehen zu erleben?

Fragen nichts als Fragen. Aber wie war das noch: Es gibt keine dummen Fragen…

Gibt es Antworten ?

Datum: 19. November 2006
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5 Kommentare

  1. soeren onez | Mittwoch, 22. November 2006 21:52
    1

    Wenn dich diese frage interessiert, lies mal von Hume "Ein Traktat über die menschliche Natur" und dabei vorallem das letzte Buch dieses Werks "Über die Moral". In diesem spricht Hume von einem moralischen Gefühl, was uns inne wohnt. Für ihn erkennt eben dieses die Sittlichkeit und nicht die Vernunft. Sehr interessantes Werk, aber eben auch sehr schwierig.

  2. Das Nest | Donnerstag, 23. November 2006 15:06
    2

    Also ich finde das mit der inneren Stimme nicht so ganz einfach, obwohl ich selbst mit meiner glaube ich ganz gut vertraut bin. Ich denke, man muß sich darüber klar sein, daß man sie nicht rufen kann. Sie steht einem, denke ich, nicht zur Verfügung, wann man sie braucht. Und da ist das Problem: ich aube, viele Leute deuten Sachen als ihre "innere Stimme", die vielmehr mit Erziehung oder sonstiger Prägung zu tun haben. Das wichtigste, um sie zu hören, ist nach meiner Erfahrung Zeit und Ruhe. Und sich die zu nehmen, ist eine Kunst.

  3. mona lisa | Donnerstag, 23. November 2006 18:33
    3

    danke für einen Kommentar.

    Ich bin ebenfalls der ansicht, dass die innere stimme nicht das (schlechte) gewissen ist. doch wie kann ich beide voneinander abgrenzen, wie kann ich sicher sein, wann wer zu mir spricht, so dass mir die innere stimme, nicht die fremde des gewissens als eine art kompass für mein handeln sein kann? oder wissen wir es doch genau und haben in uns die kunst, das eine vom anderen zu unterscheiden nicht ausgebildet.

    Vielleicht hast du recht, dass wir uns in der hektik unserer tage nicht die zeit nehmen.

  4. Das Nest | Donnerstag, 23. November 2006 21:25
    4

    Ich glaube, wir haben eine zu große und in manchen Dingen eine zu kleine Erwartung an unsere innere Stimme, an die wirkliche meine ich jetzt. Ich glaube nicht, daß sie uns Kompaß im Leben sein kann, wie wir das gerne hätten, nämlich möglich in jeder situation. Ich glaube, daß wir auch unseren Verstand nicht umsonst haben. Der erklärt auch schon vieles, wenn wir ihn wirklich benutzen. Klar, der ist Täuschungen eher unterlegen, läßt uns aber auch viel aus unseren eigenen entscheidungen lernen, denn wenn wir sie mit dem Verstand treffen, können wir auch unsere Fehler wirkungsvoll beurteilen.

    Meine innere Stimme begegnet mir oft an Wegkreuzungen, deren Wichtigkeit ich ohne sie wahrscheinlich völlig übersehen hätte, die mir oft auch erst viel später klar wird. Insofern ist sie auch ein KOmpaß, aber eben kein Navigationssystem, das ich selber programmieren kann. Daran erkenne ich sie auch meistens. sie spricht eigentlich *nie* zu mir, wenn ich eine konkrete Fragestellung habe, es sei denn in Träumen. Und bei denen ist es auch nicht leicht, sie zu erkennen und von bloßer Alltagsverarbeitung oder willkürlicher HIrntätigkeit zu trennen. Bei den Träumen kann ich einfach nur sagen, daß sie sich anders anfühlen, daß ich eine Sicherheit beim aufwachen besitze, daß sie etwas wichtiges bedeuten.

    Tja, ich fürchte, trotz aller Doziererei konnte ich jetzt nicht so sehr hilfreich begründen, woran ich sie erkenne. Wie gesagt: Sie sagt mir selten etwas zu Fragen, zu denen ich etwas hören will. MEistens sagt sie erstaunliches, setzt Impulse, etwas zu tun, wenn ich am wenigsten damit rechne. Und sie benutzt oft Worte, die ich nie benutze.

  5. mona lisa | Donnerstag, 23. November 2006 22:01
    5

    ich meine auch Kompass im herkömmlichen Sinne, kein Navigationssystem, das ich programmieren kann.

    Dozierend fand ich die Ausführungen gar nicht!

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