Ruhe – ein Heiligtum?

In dir selbst ist eine Ruhe und ein Heiligtum, in welches du dich jederzeit zurückziehen und ganz du selbst sein kannst.

Hermann Hesse

Das war der Tagesspruch meines Kalenders für den 26. 12.06

Weiter konnte man dort lesen: „Auch Virginia Woolf weiß um die Kraft der Stille … Still zu sein; allein zu sein. All das Sein und Tun, das raumausgreifende, glitzernde, vernehmliche, verdunstete; und man schrumpft mit einem gewissen Gefühl der Feierlichkeit, darauf zusammen, man selbst zu sein.“

Leider wird nicht deutlich, wann oder wo Virginia Woolf dies gesagt/ geschrieben hat. Gerne würde ich im Original nachlesen und überprüfen, ob „schrumpfen“ das Wort ist, was sie tatsächlich für diesen Vorgang gebraucht hat.
Schrumpfen ist für mich ein eher hässlicher Vorgang, auf jeden Fall nichts Feierliches – erinnert mich an die alten Äpfel meiner Großmutter, die gegen Ende des Winters immer schrumpeliger und damit auch kleiner wurden und kaum noch zu schälen waren.
Still zu sein ist eher Konzentration auf die eigene Mitte, eine „Verdichtung“ – auch eine Form der „Verkleinerung“ , aber kein Schrumpfen.

Gibt’s eigentlich kein treffenderes Verb für diesen Vorgang?

Datum: 27. Dezember 2006
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