Lob und Außenseiterdasein
“Wenn die Welt ein schwarzes Kind lobt, verliert das Kind vor Schreck allen Schwung. Das hatte ich am eigenen Leib erfahren. Man musste Robert nur klarmachen, wie begabt er war, schon entschuldigte er sich dafür. Er wollte doch nur geliebt werden. Etwas Besonderes zu sein hieß Außenseiter sein…. Im Chor stützte seine Stimme den ganzen Alt. Aber jedes Mal, wenn seine staunenden Klassenkameraden sich über seine Künste lustig machten, versteckte er sein Licht wieder für einige Wochen unter dem Scheffel.” (Richard Powers, Der Klang der Zeit, S. 717)
Trifft diese Beobachtung nur auf schwarze Kinder zu? –
Nicht Außenseiter sein wollen – die Erklärung für soviel Mittelmaß?
