Liebe und Schönheit

Noch ein paar Leseproben aus „Zoli“:

„Ich wollte von Enrico wissen, warum er mich nicht gefragt habe, ob ich Zigeunerin sei. Er sagte, ich hätte ihn ja auch nie gefragt, ob er kein Zigeuner sei.
Es war die vielleicht schönste Antwort, die ich je bekommen habe.“ (S. 311f.)

„Dein Vater hat mir nie viele Fragen über meine Vergangenheit gestellt, und darum habe ich ihm oft davon erzählt. Für mich wart ihr, du und er, die Einzigen, denen ich diese Worte und das Dunkel, von dem sie kündeten, anvertrauen konnte.“ (S. 323)

„Seltsam, wie weit mein Leben vorangeschritten ist – ich habe so viel Schönheit darin entdeckt, dass es mich noch immer erstaunt.“(S. 322)

„Manchmal sehe ich mich als Kind. Ich sehe, wie sehr ich geliebt wurde und wie sehr ich liebte. In meinem kindlichen Herzen glaubte ich, dass das nie enden würde, doch ich wusste nicht, was ich mit so viel Liebe tun sollte, und gab sie hin. Ich habe mir Augen, Ohren und Mund zugehalten, aber dann habe ich wieder zu mir gefunden, und obwohl ich mich in Mehl gewälzt habe, bezeichne ich mich heute wieder als schwarz. Ich habe mein Volk nie verlassen, auch wenn mein Volk mich verlassen hat.“(S. 322)

Datum: 1. Februar 2007
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