Gebrauchsanweisung zum Glück

“Das wird man erstaunlich finden dürfen: dass wir die Freiheit haben, unser Glück zu suchen, ja die Chance, es hie und da zu finden – auf diesem seltsamen Planeten, der mit 107 000 Stundenkilometern elliptisch um eine ferne Sonne rast, einsam in einem Universum aus Milliarden toten Sternen; bebend, feuerspeiend, von Wirbelstürmen überzogen und dennoch von kriechendem Leben bedeckt.”
Welch ein wortgewandter, sprachgewaltiger Anfang, der mir Lust auf Mehr macht. Wolf Schneider, geboren 1925, hat also mit 82 Jahren ein neues Buch mit dem Titel “Glück, Eine etwas andere Gebrauchsanweisung” herausgebracht.
Ich habe es sofort gekauft, da ich andere Bücher von ihm kenne und seine profunden Kenntnisse der deutschen Sprache schätze und bewundere.
Leider muss die Lektüre des Buches noch ein wenig warten. Doch so lang ist es bis zu den Ferien dann ja auch wieder nicht. Es wird auf jeden Fall Platz in meiner Büchertasche finden, ohne die ich bis jetzt noch keinen Urlaub verbracht habe.

Wolf Schneider, Glück! Eine etwas andere Gebrauchsanweisung, 2. Aufl. Reinbek 2007, 303 S., ISBN 978 3 498 06329 4

Datum: 25. Mai 2007
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4 Kommentare

  1. April | Samstag, 26. Mai 2007 11:52
    1

    Danke für den Tipp. Das habe ich mir vorgemerkt.

  2. norberto42 | Donnerstag, 30. August 2007 22:30
    2

    Ich bin von diesem Buch enttäuscht – es gibt bessere, finde ich (Ludwig Marcuse: Philosophie des Glücks; Horster-Tholen: Glück und Utopie…).

  3. mona lisa | Donnerstag, 30. August 2007 22:54
    3

    Stimme mit dieser Beurteilung überein. Ich habe mich von seiner Einleitung und der Kenntnis seiner bisherigen Bücher blenden lassen. Es scheint mir mittlerweile ein Buch zu sein, das aus einer gewissen Eitelkeit heraus geschrieben ist. "Seht her, was ich weiß." Eine wirkliche Antwort gibt er nicht – kann er auch nicht geben, das weiß man eigentlich auch vorher. Ich habe das Buch auch noch nicht zu Ende gelesen. so "dröge" ist keines seiner Bücher (zumindest die ich von ihm kenne).Aber: es war keine Rezension, sondern eine Art Ausblick.

  4. norberto42 | Freitag, 31. August 2007 8:02
    4

    Freut mich, dass du die Hohlheit der großen Wörter gehört hast – zugegeben, Schneider hat auch gute Sachen geschrieben!
    Ich wollte dir kurz noch zwei Aufsätze vorstellen, in denen ich meine Einsichten zu formulieren versucht habe:
    http://norberto42.blog.de/?…
    http://norberto42.blog.de/?…

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