Feten und Ohrstöpsel – eine Notwendigkeit?

Was haben Hochtzeitsfeiern, Abiturbälle oder sonstige (Abschieds-) Feten gemeinsam?
Die extrem laute, krank machende Musik.
Das Gefühl, Resonanzboden zu sein, so schlimm, dass Schwangere sich den Bauch mit Jacken abdecken, und ich mich frage, weshalb ich meine, es aushalten zu müssen, weil ich ja nicht unhöflich sein will. Höflichkeit um jeden Preis? Auch um den der Gesundheit? Das kann’s ja wohl nicht sein!!
Aber: ich kenne inzwischen mindestens zwei Menschen, die nach einer solchen Feier bleibende Schäden haben, nämlich einen Tinnitus. Mittlerweile habe ich neben den üblichen Utensilien Ohrstöpsel in meiner Handtasche, frage mich aber allmählich, ob ich nicht bescheuert bin und einfach wegbleiben soll, auch wenn ich nach wie vor meine, dass man Hochzeiten, das Abitur etc. feiern sollte – auch mit Musik. Doch wer schützt nicht nur mich, sondern auch Jugendliche vor – möglicherweise – bleibenden Schäden? Weshalb gibt es keine Lautstärkenbegrenzer, so dass der Lärm nicht über bestimmte Grenzen hinaus kann?
Die Frage, warum Musik immer so laut sein muss, so dass man sich kaum unterhalten kann, wage ich kaum zu stellen. Vielleicht ist das ja der Sinn, vielleicht haben sich die meisten ja auch nichts mehr zu sagen. Dann aber macht es ja auch nichts, wenn man nicht alles versteht.

Datum: 16. Juni 2007
Themengebiet: Allgemein Trackback: Trackback-URL
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