Novembertag

Nebel drängt wie Rauch ums Haus,
Drängt die Welt nach innen.
Ohne Not geht niemand aus,
Alles fällt in Sinnen.
Leiser wird die Hand, der Mund,
Stiller die Gebärde.
Heimlich, wie auf Meeresgrund,
Träumen Mensch und Erde.

(Christian Morgenstern)

In vielen (November-) Gedichten ist von Nebel die Rede. Der November ist ja auch oft trüb, grau verhangen, in jeder Hinsicht ein Trauermonat.
Schön, dass die letzten Tage so klar, so sonnig waren. Für ein paar Tage war ich mit meinem Mann weg, ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk. Da konnte ich die Fahrt nach Oslo mit dem Schiff so richtig genießen. Die Aussicht nach draußen beim Frühstück, die aufgehende Sonne, die Schären, das Wasser kurz die Landschaft: faszinierend. Sonne, ein Lebenselexier, vor allem aber im Herbst und Winter.
Es müsste mal jemand einen Akku entwerfen, mit dem man Sonne für die lichtärmere Zeit speichern kann. Er würde reißenden Absatz finden.
Vielleicht reicht es aber schon, ab und an an sonnige Momente zu denken.

Datum: 5. November 2007
Themengebiet: Allgemein, Gedichte Trackback: Trackback-URL
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