Barbara Sommer geht auf Kritiker zu

Sollte ich diese Meldung als Weihnachtsbotschaft, als Friedensangebot werten? Jedenfalls konnte ich heute Morgen in der Zeitung Folgendes lesen: “Schulministerin Barbara Sommer (CDU) will auf die Kritiker zugehen. NRW werde das Instrument der Kopfnoten zuerst erproben. Danach will Sommer mit Eltern, Schülern, Lehrern und Firmen über mögliche Korrekturen reden.”(RZ v. 21.12.07)
Angesichts dieser Meldung ist vielleicht die Frage erlaubt: Wieso soll erst danach mit den Betroffenen geredet werden? Wäre es nicht vorher sinnvoller gewesen? Jeder in der Praxis betroffene Lehrer hätte vorher sagen können, dass sechs Kopfnoten unsinnig sind, wenn man Schüler sinnvoll und begründet beurteilen will, ansonsten läuft es auf eine Einheitszensur hinaus. Eine Weigerung, Kopfnoten zu geben, ist – soweit ich weiß – beamtenrechtlich nicht möglich.
Zusätzlich bin ich gespannt, wie man in Düsseldorf mit den Abweichlern an katholischen oder evangelischen Privatschulen umgehen wird, die sich lt. Zeitungsbericht weigern wollen, Kopfnoten zu geben. Demokratische Auseinandersetzungen und das Ringen um sachlich angemessene und pädagogisch gute Lösungen scheinen im Moment nicht im Trend zu liegen.

Datum: 21. Dezember 2007
Themengebiet: Allgemein, Aufgelesen Trackback: Trackback-URL
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