Noteneingabe – modern

Nein, hier ist es nicht so still gewesen, weil es draußen nur laut war, sondern weil Nervtötendes zu erledigen war: Noteneingaben am PC – angeblich eine Arbeitserleichterung.
Ich persönlich empfinde dies anders. Früher als sonst müssen Noten eingegeben werden, das Warten darauf, dass man sie eingeben kann, ist eine Frage der Strategie. Hat man in der Freistunde Zeit oder muss man jemanden vertreten? Ist dies nicht der Fall, kann es sein, dass man mit einer Schlange konfrontiert wird, die mit diversen Eingabeschwierigkeiten zu kämpfen hat, deren Ursachen oft nicht erkennbar sind. Hat man endlich alles im Kasten, macht man besser eine Kopie – wenn’s geht und nicht gerade ein Stau beseitigt werden muss, der alles blockiert – um nachzuweisen, dass man die Noten auch eingetragen hat. Unmöglich ist allerdings nicht, dass die Noten dann doch nicht dort auftauchen, wo sie auftauchen sollen, nämlich in einer Übersichtsliste für die jeweiligen Klassenlehrer, die sie als Konferenzvorlage brauchen. So finden dann Konferenzen statt, die nicht stattfinden können, also wiederholt werden müssen, da nicht alle Noten vorhanden sind.
Manchmal denke ich dann doch still und heimlich an die handgeschriebenen Notenlisten zurück, in die alle Noten eingetragen wurden. Selbst als Klassenlehrerin war für mich das Schreiben der Zeugnisse keine Belastung, sondern ein fast schon besinnlicher Akt zum Abschluss eines Schuljahres. Tja, das war einmal!

Datum: 11. Januar 2008
Themengebiet: Allgemein, Alltägliches Trackback: Trackback-URL
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