Hinhören – eine Kunst, die jeder kann!?
Darüber, wie lange es dauert, bis man bei gewissen Telefongesellschaften die Warteschleifen überwunden hat, in denen man mit Werbung, den neuesten Angeboten oder mit meist unpassender Musik bombardiert wird, ist bereits viel gechrieben worden.
Nach ca. fünf Minuten war das endlich geschafft. Den Hinweis darauf, dass das Gespräch nicht aufgezeichnet werden soll, habe ich auch noch gegeben, um dem netten Herrn am anderen Ende dann zu erklären, dass und warum ich den Handyvertrag meines Mannes kündigen möchte.
Dass man mir einen Anschlussvertrag angeboten hat, habe ich ja noch verstanden, habe aber darum gebeten, mir die Infos nach Hause zu schicken, damit ich sie in Ruhe lesen kann.
Was dann kam, war ein Brief mit folgendem Wortlaut:
“Kündigungs-Hotline
Guten Tag Herr xyz,
vielen Dank für das Gepräch.
Sie haben sich entschieden, in Zukunft nicht mehr mit … zu telefonieren. Dies bedauern wir sehr.
Wie telefonisch besprochen, senden wir Ihnen anbei das vorgefertigte Kündigungschreiben zu. Bitte unterschreiben Sie das Dokument und senden es bis spätestens 09.08.2008 an: ”
Wohlgemerkt: Ich habe unmissverständlich gesagt, dass mein Mann gestorben ist und ich deshalb den Vertrag kündige.

…das klingt maschinenmäßig
entseelt
herzlos
so geht das wohl bei uns
aber hoffentlich nur bei denen, die unter
ferner liefen und geschäftsmäßig rangieren…
unter den nächsten ist es hoffentlich
anders herum!
gruß von sonia
Tja, für Todesfälle haben die offensichtlich kein Kündigungsformular – sowas ist nicht vorgesehen. Und mit der Kommunikation zwischen Hotline und den übrigen Etagen des Unternehmens scheint es auch nicht recht zu klappen …
Meine Vorschreiber haben schon alles gesagt: herz- und seelenlos, Kommunikation mit Maschinen, für alles ein Raster. Schlimm, dass du das alles jetzt auch noch ertragen musst.