Beichte und erotische Mystik

Unter diesem Apekt habe ich die Beichte noch nie gesehen. In Claire Golls Roman, “Arsenik oder Jedes Opfer tötet seinen Mörder” kann man folgende Passage lesen.
“Es ist ein theatralischer Genuß, so zerschmettert zu Füßen einer himmlischen Autorität zu liegen und sich selbst zu zerfleischen. Darum ist sie schon als Kind leidenschaftlich gern zur Beichte gegangen. … Sie, die ihren Mitmenschen gegenüber verschlossener ist als ein Grab, enthüllt ihre Seele nicht ohne wollüstigen Schauer in der Kirche. Solange die Seelsorge in Händen der Männer ist, wird der Beichtstuhl wegen seiner erotischen Mystik nie an Zugkraft verlieren.”
(Rezension des Romans folgt.)

Datum: 15. Juni 2008
Themengebiet: Frag-Würdiges, Merk-Würdiges, Rezensionen, Worte, Zitate Trackback: Trackback-URL
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Ein Kommentar

  1. Ulinne | Montag, 16. Juni 2008 12:15
    1

    Huch, SO hab ich das ja noch NIE gesehen … ;-)
    LG – Ulrike

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