Mittwoch, 11. Juni 2008 | Kategorie: Frag-Würdiges, Rezensionen | Kommentare (5)

"Ich erzähle meine Geschichte nicht, um Geld oder Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich erzähle sie im Angedenken an all die Mädchen, die nicht wie ich das Glück hatten zu überleben. " erfährt der Leser auf dem Umschlag, der gleichzeitig im BILD Stil in roten Lettern mit folgender Aufzählung wirbt: "Der Mörder, Sein Opfer, Eine Liebe." Ich war neugierig, da mich schon interessiert, wie es dazu kommen kann, dass sich ein Opfer in seinen Peiniger verliebt. Doch nach dem Ende der Lektüre bin ich in der Hinsicht nicht schlauer, da man eher über Räumlichkeiten, Landschaften und deren Sehenswürdigkeiten informiert ist, als über die ...weiterlesen...


Dienstag, 10. Juni 2008 | Kategorie: Denk-Würdiges, Rezensionen | Kommentare (0)

"Sternstunde der Mörder" ist ein spannender, äußerst interessanter Kriminalroman, dessen Handlung während der letzten vier Monate der deutschen Besatzung in Prag spielt. Eine deutsche Generalswitwe wird bestialisch ermordet aufgefunden. Für Kriminalkommissar Beran und seinen Assistenten Morava ist die Aufklärung dieses Mordes keine einfache Aufgabe, u.a. weil ihm der deutsche Oberkriminalrat Buback zur Seite gestellt wird, der perfekt Tschechisch spricht, es aber keinen wissen lässt. Der Mord wird sofort propagandistisch ausgeschlachtet und als politischer eingestuft. Doch nach und nach werden immer wieder Frauen, meist alleinstehend oder verwitwet, auf die gleiche ritualisierte Art ermordet. Parallell zur Untersuchung des Mordes wird klar, dass das ...weiterlesen...


Montag, 9. Juni 2008 | Kategorie: Allgemein, Aufgeschnappt, Frag-Würdiges | Kommentare (0)

Auf dem Weg zum Geburtstag meines Vater, in Begleitung meines jünsten Sohnes, klingelt sein Handy. Es ist sein Oberstufenkoordinator, der ihn auf die Möglichkeit an der Teilnahme eines Nachschreibtermins in Mathematik aufmerksam macht, verbunden mit der Aufforderung, sich bis Freitag, den 13. Juni zu entscheiden. Seine Abweichprüfung hat mein Sohn bereits hinter sich! Dass Fehler gemacht werden, finde ich nicht schlimm, sondern menschlich. Doch die Art und Weise, wie über einen langen Zeitraum versucht worden ist, die Verantwortung für gemachte Fehlter an allen möglichen Stellen abzuladen, finde ich verantwortungslos und wenig vorbildhaft. Letztendlich kann/ muss man ja noch froh sein, dass das ...weiterlesen...


Montag, 9. Juni 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Rezensionen | Kommentare (0)

Bisher kannte ich nur Gedichte von Claire Goll. Ein Blick ins Bücherregal förderte einen Roman von ihr zutage. Neugierig begann ich die Geschichte von Marie zu lesen, die im Hause des reichen Perlenhändlers Theodor Delos und seiner Frau Beatrice als Dienstmädchen arbeitet. Das, was ihr passiert, passierte vielen Dienstmädchen, die ihren Herrschaften, vor allem den Herren des Hauses, in jeder Hinsicht zu Diensten sein mussten. Inhaltlich nicht wirklich etwas Neues. Aber die sprachliche Darstellung ist derart wortgewaltig, bildhaft und metaphernreich, dass das Lesen Spaß macht trotz Maries bemitleidenswertem Schicksal. Der Roman ist eine bitterböse Anklage einer Großstadtgesellschaft am Beipiel von Paris ...weiterlesen...


Freitag, 6. Juni 2008 | Kategorie: Frag-Würdiges, Rezensionen | Kommentare (0)

Die Leiche Rudolf Schreiners, unbeliebter Philosophieprofessor am philosophischen Institut der Uni Berlin, wird eines morgens zerstückelt in den Postfächern seiner Kollegen aufgefunden. Rebecca Lux, Direktorin des Instituts, bittet Anja Abakowitz, eine ihrer ehemaligen Studentinnen, um Hilfe bei der Aufklärung des Mordes, denn sie steht unter Mordverdacht. Kurz nach Aufnahme der Ermittlungen ist auch Rebecca Lux tot. War es Mord oder Selbstmord? Obgleich der Krimi mit dem Raymond-Chandler Preis prämiert worden ist, finde ich die Story nur mäßig gelungen. Man erfährt - äußerst klischeehaft - mehr über die sexuellen Neigungen und Vorlieben der schrill gezeichneten Figuren als über ihre ...weiterlesen...


Mittwoch, 4. Juni 2008 | Kategorie: Merk-Würdiges | Kommentare (4)

Morgen hat mein jüngster Sohn die Schule noch einmal zu betreten, um seine letzte schulische Hürde zu nehmen. Dann steht "nur noch" die Abiturfeier aus - ein freudiges Ereignis, zu dem die Brüder anreisen, um auch den Jüngsten gebührend zu feiern. Ich  freue mich, drei Kinder, drei Jungen, auf sehr unterschiedliche Art und Weise die Schulzeit über begleitet zu haben und damit nun ein völlig neues Kapitel aufzuschlagen - eine schulfeie Zeit- zumindest die eigenen Kinder betreffend. Es ist eine  Zeit der Abschiede und Anfänge. Beides kann befreiend, aufregend sein und neugierig machen auf das, was kommt. weiterlesen...


Dienstag, 3. Juni 2008 | Kategorie: Alltägliches, Aufgelesen, Zitate | Kommentare (0)

"Immerwährender Fortschritt ist nur um den Preis immerwährender Unzufriedenheit zu erkaufen." (Marie von Ebner-Eschenbach) Ist das Streben nach Fortschritt, nach Verbesserungen von etwas Vorhandenem notwendig mit Unzufriedenheit verbunden? Ich glaube nicht. Wenn Dankbarkeit und Freude an dem, was ist, vorhanden sind, muss der Wunsch nach Verbesserung nicht mit Unzufriedenheit gepaart sein. Der Wunsch nach Fortschritt, Vollkommenheit muss notwendig relativiert werden durch das Bewusstsein, dass das Ideal in der Wirklichkeit nicht zu errreichen ist. weiterlesen...


Sonntag, 1. Juni 2008 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches, Zitate | Kommentare (3)

"Ordnung ist ein Durcheinander, an das man sich gewöhnt hat." (Robert Lembke) "Ordnung ist das halbe Leben." Redensart meiner Mutter oder Sprichwort ? "Ohne Ordnung geht es auch." Erwiderung meiner Schwester. "Wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Suchen!" Verfasser mir unbekannt. Ordnung - jedenfalls immer wieder ein Streitthema. Sehnsuchtsvoll erninnere ich mich manchmal an den Ausspruch eines meiner Kinder in einem Geschäft: "Mama, wir können doch noch nicht gehen, erst müssen die Spielsachen in die Kiste!" Ob sich heute freiweillig eines meiner Kinder diesen Spruch zu eigen machen würde? Oder käme der oft zitierte Satz aus "Karlsson vom Dach": "Das ...weiterlesen...