Lassen – ganz einfach? Oder: einfach lassen?

Loslassen

Letztlich
die einzige
Lösung

Diese Impulskarte vom Bund ohne Namen liegt schon seit Jahren in Sichtweite auf meinem Schreibtisch. Immer wieder fällt mein Blick drauf. Seit einiger Zeit „meditiere“ ich über das Verb „lassen“ und bin erstaunt, mit wievielen Vorsilben es zusammenzusetzen ist:

lassen, ver-lassen, zu-lassen, los-lassen, veran-lassen, ab-lassen, be-lassen, vor-lassen, an-lassen, weg-lassen, über-lassen…. (vielleicht fallen euch ja noch einige ein).

All diese „Tätigkeiten“ haben etwas mit Ge-lassen-heit zu tun, setzen sie voraus oder führen dazu gelassen zu werden, zu sein, zu bleiben. Eine, in heutiger Zeit, nur selten zu findende Gefühlslage. Oder setzt das Bemerken eigene Gelassenheit voraus?

Datum: 15. August 2008
Themengebiet: Allgemein, Denk-Würdiges, Worte, Zitate Trackback: Trackback-URL
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9 Kommentare

  1. quersatzein | Freitag, 15. August 2008 12:14
    1

    Ja, zulassen, oder wenn es sein muss, loslassen ist vielleicht wirklich die einzige Lösung in manchen Situationen. Gelassenheit gearntiert das aber noch nicht.
    Manchmal frage ich mich allerdings, ob Gelassenheit wirklich so erstrebenswert ist. In meinen Augen verträgt sie sich nämlich schlecht mit Begeisterungsfähigkeit, die – mir zumindest – noch erstrebenswerter erscheint.
    Der Philosoph Johann Gottlieb Fichte (1762-1814), formulierte es so: „Es siegt immer und notwendig die Begeisterung über den, der nicht begeistert ist.“
    Aber vielleicht gibt es ja eine freudige Gelassenheit, worin auch die Begeisterung Platz hat…

    Danke für die Anregung und liebe Grüsse,
    Brigitte

  2. quersatzein | Freitag, 15. August 2008 12:15
    2

    Sorry, „garantiert“ sollte es in der 2. Zeile heissen.

  3. soeren onez | Freitag, 15. August 2008 14:14
    3

    Schau dir mal dieses Video an, ist Kindheit pur: http://www.youtube.com/watch?v=FBe1KgrRYmU

    Die Überschriften sind jetzt so wie sie seit einem jahr sein sollten, hatte mal eben 5 Minuten udn hab die gerade gebogen. Wurde langsam mal Zeit. Mail beantworte ich dir wahrscheinlich erst morgen, wir fahren gleich Kart fahren.

    Viele liebe Grüße aus Tschechien

  4. mona lisa | Freitag, 15. August 2008 15:29
    4

    Hallo soeren, ganz herzlichen Dank, so sehen die Überschriften wirklich viel besser aus.
    Ja, an das Kinderbuch:“Wer hat mir auf den Kopf gemacht“ kann ich mich noch gut erinnern. Es hat immer wieder Spaß gemacht. Bis dahin hatte ich mir selbst nich klar gemacht, dass und wie unterschiedlich Tiere ihr Geschäft verrichten! Die Antwort auf meine Frage nach einem Zoobesuch, was euch am besten gefallen hat, war: Das Aa vom Elefant! Danach war das Bilderbuch der Renner.

  5. mona lisa | Freitag, 15. August 2008 15:32
    5

    Brigitte, ob Gelassenheit und Begeisterung sich ausschließen bzw. Gegenpole sind, darüber müßte ich erst einmal nachdenken. Spontan würde ich es verneinen.

  6. 6

    […] und Freundschaften auf’s Eis legen bzw. im Sande verlaufen lassen. Traurig und schmerzhaft. Loslassen und für Veränderungen, Kehrtwendungen der anderen offen sein, mehr kann ich […]

  7. 7

    […] ganz wir selbst zu sein, müssen wir unser wahres Selbst zulassen. So einfach ist das. Es liegt nur an uns, wenn es schwer […]

  8. Gabriela | Donnerstag, 28. Januar 2010 10:27
    8

    Es ist genau das, was ich spüre als Gegenpol zu all den kräfteorientierten Ansprüchen. Vielleicht, vielleicht gibt es auch hier irgendwann eine Mitte, einen Ausgleich, aber er wird wohl nur dann möglich sein, wenn ich, wenn wir diese Hingabe, dieses Fallenlassen, zu unserem Atem, zu unserem Schauen, zu unserem Lieben gemacht haben.
    Ich danke dir sehr für dein Hiersein immer wieder.
    Alles Liebe
    Gabriela

  9. mona lisa | Donnerstag, 28. Januar 2010 12:02
    9

    Gabriela, immer wieder gerne, ich hoffe der Ton ist nicht zu belehrend (ggf. „Auswuchs“ einer Berufskrankheit).

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