Mittwoch, 29. Oktober 2008 22:55

Aufgrund einer Unterhaltung am letzten Wochenende habe ich mich daran erinnert, wie schwer es mir in meiner Jugend gefallen ist, angesichts abgeernteter Felder, dem Angebot von Pflaumen und Sonnenblumen auf dem Markt nicht in Tränen auszubrechen. Für mich waren es stets eindeutige Hinweise für Herbst, Winter, Dunkelheit, Einsamkeit und wenig Licht, für Mangel. Ich hatte den Eindruck, dass niemand mich verstehen konnte, etwas, was das Gefühl von Verlorenheit noch verstärkt hat. Irgendwann hat mir dann mal jemand gesagt: "Man vermisst die Sonne, das Licht nur, wenn man sie, es nicht in sich hat!" - Klang überzeugend. Ich wusste, dass ich die ...weiterlesen...


Dienstag, 28. Oktober 2008 16:05

Der Roman "Sarahs Schlüssel" erzählt in zwei ineinander verwobenen Erzählsträngen die Geschichte des zehnjährigen jüdischen Mädchens Sarah, das im Sommer 1942 in Paris mit ihren Eltern von der französischen Polizei deportiert wird, und der in Paris lebenden amerikanischen Journalistin Julia, die für eine an Amerikaner in Paris orientierte Zeitschrift über den sechzigsten Jahrestag der Deportationen vom Velodrom d'Hiver schreiben soll. Bei ihren Recherchen verweben sich das Schicksal der kleinen Sarah mit ihrer eigenen Geschichte und der ihrer angeheirateten Familie in Paris. Mit umwälzenden Veränderungen für das Leben der Journalistin, aus deren Ich-Perspektive der Roman geschrieben ist. Man erfährt als Leser einiges über ...weiterlesen...


Dienstag, 28. Oktober 2008 15:44

Viele von euch werden sicher bereits gemerkt haben, dass meine Seite nicht regelmäßig geöffnet werden kann. Es ist offensichtlich ein technisches Problem, das zu lösen nicht so einfach ist. Mein Sohn bleibt dran und ihr geht mir hoffentlich als BesucherInnen dieses Blogs nicht verloren. weiterlesen...


Montag, 27. Oktober 2008 10:33

Freitag habe ich eine Schüler-Vorstellung der Lessing-Schule besucht. Die Theater-AG  der Schule unter der Leitung von Karl Linfert hatte den "Feuervogel" von Igor Strawinsky als Tanz-Theater eingeübt. Bereits das schlichte, ansprechende Bühnenbild von Aniko Elias hat mich neugierig gemacht auf auf das, was kommen würde. Es wurde dunkel und still in der Aula. Und dann konnten die Zuschauer 45 Minuten lang ein faszinierendes Tanz-Theater erleben mit Schülern von der 5. Klasse bis zur Oberstufe, die in überzeugenden zum Bühnenbild passenden ausdrucksstarken Kostümen, raffiniert geschminkt, die Geschichte des Prinzen Ivan tanzten. Der erhält aus Dankbarkeit vom Feuervogel - dieser ...weiterlesen...


Sonntag, 26. Oktober 2008 12:28

Statt eines "Wortes zum Sonntag" könnte ich ja ein Zitat für die Woche einfügen. Es hätte dann einen festen zeitlichen Platz. "Und wenn sie alle dich verschrein, so wickle in dich selbst dich ein." (Matthias Claudius) weiterlesen...


Freitag, 24. Oktober 2008 8:51

Mit meiner Begeisterung für Romane Murakamis habe ich den einen oder anderen schon anstecken können. Das freut mich, denn ich finde seine Romane höchst unterhaltsam und faszinierend. Von "Afterdark" allerdings bin ich ein wenig enttäuscht. Dieser relativ kurze Roman spielt zwischen Mitternacht und Morgendämmerung und erzählt, womit sich die 19-jährige Mari, Takahashi, ein Posaune spielender Jurastudent, sowie Besucher und Angestellte eines "Love-Hotels" die Nacht über beschäftigen. Es passiert nichts Weltbewegendes, die Personen kommen einander näher, stehen sich bei, trennen sich wieder und gehen eigene Wege, teilweise mit dem - einseitigen - Versprechen, Kontakt zu halten, da man einander sympathisch ist ...weiterlesen...


Sonntag, 19. Oktober 2008 15:42

Gedichte habe ich immer schon gerne gelesen, mir die der Stimmung entspechenden ausgesucht, früher z.T. in schöne Kladden geschrieben, so dass ich meine eigenen Anthologien hatte. Sie stehen heute noch im Regal, letztendlich sind sie eine besondere Form eines Tagebuches. Auf Folgendes bin ich durch einen heutigen Kalenderspruch gestoßen. Mir gefällt besonders die 6. Strophe. Sie hat etwas Tröstliches, vor allem aber etwas Aufmunterndes, Forderndes: Lied der Freude Ach! was wollt ihr, trübe Sinnen Doch beginnen! Traurigsein hebt keine Noth; Es verzehret nur die Herzen, Nicht die Schmerzen, Und ist ärger, als der Tod. Dornenreiches Ungelücke, Donnerblicke Und des Himmels Härtigkeit Wird kein Kummer linder machen; Alle Sachen Werden anders mit der Zeit. Sich ...weiterlesen...


Sonntag, 19. Oktober 2008 2:34

Manchmal kann man kaum glauben, was man in der Zeitung liest. In München soll eine 32 jährige Rechtsanwältin bei 11 Grad Celsius ihre eineinhalb Jahre alte splitternackte Tochter auf dem Fahrrad durch die Stadt gefahren haben. Polizisten erkärte sie, sie habe nur die Persönlichkeitsrechte ihrer Tochter respektiert, die sich nichts habe anziehen wollen. Die Frau erhielt eine Anzeige wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen. Vielleicht sollte man gleichzeitig den Geisteszustand der Frau untersuchen. weiterlesen...


Montag, 13. Oktober 2008 19:00

Besuchszeiten für Leichenzellen Mo -Fr. : von .... bis... Sa - So : von ... bis ... Die Assoziation zur Gefängniszelle drängte sich mir beim Anblick dieses Schildes auf. Dass es auch Klosterzellen gibt, die einen kleinen, spartanisch eingerichteten Raum bezeichnen, fiel mir erst später ein. Aber auch dann, wenn ich bei "Zelle" nicht noch an Nasszelle etc. denken muss, so stellt sich die Frage, ob die Leichenzellen besucht werden oder nicht eher der/ die dort liegende Tote. Wäre nicht "Öffnungszeiten der Abschiedsräume" eine sprachlich angemessenere Formulierung? Vielleicht würden dann die Räume auch als solche eingerichtet und verlören ihren Zellencharakter. ...weiterlesen...


Donnerstag, 9. Oktober 2008 19:09

Es scheinen doch mächtig viele Autofahrer Ohrenschmerzen zu haben. Denn Handys am Ohr zu haben, um die Ohren zu wärmen, ist erlaubt. Doch weshalb so viele dabei mit sich selbst reden? weiterlesen...