Samstag, 15. November 2008

Kommissar Van Veeteren hat es in diesem Fall mit dem spurlosen Verschwinden von zwei kleinen Mädchen aus einem Ferienlager zu tun. Eine Frau, die nicht erkannt werden will und deshalb am Telefon ihren Namen auch nicht nennt, zeigt das Verschwinden der Mädchen an. Kurz darauf werden die beiden Mädchen ermordet aufgefunden. Alle Hinweise deuten drauf hin, dass es sich um denselben Täter handelt. Van Veeteren begegnet im Verlauf seiner Ermittlungen dem Leiter dieses Ferienlagers, einem Sektenführer, vor dem offensichtlich nicht nur die Mädchen, sondern auch die Betreuerinnen Angst haben und deshalb schweigen. Die Mauer des Schweigens scheint unüberwindlich. Der Leser ist ...weiterlesen...


Freitag, 14. November 2008

Nie gehört? Es ist eine Vermarktungsnorm der EU, die festlegt, dass die maximale Krümmung einer Gurke zehn Millimeter auf zehn Zentimeter Länge betragen darf, wenn sie Gurke der Klasse "etxra" sein will. Ein verspäteter Aprilscherz? Nein, Teil einer Meldung der letzten Tage, in der darauf hingewiesen wird, dass für 26 Obst- und Gemüsesorten die Vermarktungsnormen abgeschafft werden sollen. Wenn ich lese, dass das im Juli 2009 sein soll, dann mag ich mir gar nicht vorstellen, wieviel Menschen noch mit dieser Abschaffung beschäftigt sein werden. Als gäb's in der EU keine dringenderen Probleme zu lösen. weiterlesen...


Freitag, 14. November 2008

" 'Mein Herz fürchtet sich vor dem Leiden", sagte der Jüngling zu dem Alchimisten ... .' Dann sag ihm, daß die Angst vorm Leiden schlimmer ist als das eigentliche Leid. Und daß noch kein Herz gelitten hat, als es sich aufmachte, seine Träume zu erfüllen, denn jeder Augenblick des Suchens ist ein Augenblick der Begegnung mit Gott und mit der Ewigkeit.' " Santiago ist der Jüngling, ein Schafhirte mit ausgeprägter Reiselust, der sich nach einem Traum von einem Schatz aufmacht, diesen zu suchen. Dazu muss er seine Schafe verkaufen und sich auf den Weg nach Afrika machen, durch die Wüste zu ...weiterlesen...


Donnerstag, 13. November 2008

Spaziergang Rotästige Föhren, Birken silbern und zier, Schweigsame Buchen, Sagt, leidet auch ihr? Und ihr, atmende Blumen Im summenden Bienengesang, Ist denn auch euer Leben so dunkel und bang? (Hermann Hesse, März 1909) Summenden Bienen werde ich wohl heute nicht entdecken, schweigsame Buchen sicher, dazwischen aber auch "schreiende", denn die Holzfäller sind unterwegs. Ich war gestern erstaunt zu hören, wie laut ein umfallender Baum ist. Luna, meine Hündin, ist richtig zusammengezuckt und hat den Schwanz eingezogen. Kennt ihr vielleicht weitere Spaziergang-Gedichte? Dann lasst es mich bitte wissen. weiterlesen...


Mittwoch, 12. November 2008

Regelmäßig gehe ich mit meinem Hund spazieren, vorbei an den Mollbeckteichen mit ihrer Enten- und Gänsebevölkerung durch die Felder, mal mehr mal weniger weit, je nach Wetter, Zeit, Lust und Laune. Inzwischen genieße ich diese Spaziergänge, sie sind nicht mehr nur Pflicht. Dabei begegnen mir viele Menschen, einige von ihnen schon von weiten zu hören, wenn sie mit ihren Stöcken, meist auch noch in "Horden" den Boden bearbeiten, sich oft lauthals unterhalten und dabei mehr oder weniger vergnüglich bis verbissen aus der "Wäsche schauen", in dem Wissen, etwas für ihre Gesundheit zu tun. Dann sind da die Jogger, die mit ...weiterlesen...


Mittwoch, 12. November 2008

"Das Wichtigste in unserer heutigen hektischen und aggressiven Zeit ist immer noch das Gespräch." (Franz Kardinal König) Gespräche mit Menschen, die mir einfach zuhören und versuchen, mich zu verstehen, sind nicht nur in der letzten Zeit "Balsam für meine Seele", es sind kostbare Geschenke, für die ich dankbar bin, weil sie mir gut tun. Seit einigen Tagen dämmert es mir, dass es an der Zeit ist, dass ich mir endlich selbst zuhöre und versuche mich zu verstehen. Noch bin ich nicht soweit, dass ich sagen könnte, auch diese Gespräche sind heilsam. weiterlesen...


Montag, 10. November 2008

In den Ankündigungen des hiesigen Bildungszentrums habe ich von einer Lesung der Deutsch-Türkin Hatice Akyün erfahren, die ihr neues Buch "Ali zum Dessert" vorstellen wollte. Bei einem Besuch in einer Buchhandlung habe ich nach ihrem ersten Buch gefragt und "Einmal Hans mit scharfer Soße" gekauft. Der Klappentext auf der Rückseite des Buches hat mich an Jan Weilers "Maria ihm schmeckt's nicht" erinnert, ein Buch, das ich mit großem Vergnügen gelesen habe. Um so größer war meine Ent-Täuschung beim Lesen dieses Buches, das so gar nicht an das von Weiler heranreicht. Sicher, der Leser bekommt schon mit, dass sich Hatice ...weiterlesen...


Sonntag, 9. November 2008

"Geh nicht vor mir! Ich werde dir nicht folgen. Geh nicht hinter mir! Ich werde dich nicht führen. Geh einfach neben mir und sei mein Freund." (Albert Camus) "Ich war nicht immer mit allem einverstanden, was du gemacht hast, aber ich war immer dein Freund!" Das waren die Abschiedsworte des langjährigen Freundes meines Mannes während der Totenfeier. Worte, die mich tief berührt haben. Dieser Freund ist mit mir in Kontakt geblieben. Doch habe ich auch öfter bitter erfahren müssen, dass "Freunde" wenig Verständnis für mich, meine Situation haben, die eher ihre eigenen Befindlichkeiten in den Vordergrund stellen und einer Klärung und Aussprache, für ...weiterlesen...


Mittwoch, 5. November 2008

"Wir sind Obama", wird man in der morgigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung lesen könne. Nee, das nun wirklich nicht. Ich mag diese vereinnahmenden, umarmenden, alles platt walzenden Formulierungen nicht, für mich eher der Stil der Zeitung mit den dicken Lettern. Gleichwohl gehen die Worte Obamas, die Art und Weise, wie er die Menschen anspricht, in ihnen ihre Träume, Sehnsüchte zum Klingen bringt, aber gleichzeitig auch verdeutlicht, dass sie sich nicht von selbst verwirklichen, zu Herzen. Ich wünsche ihm eine gute Hand, Unterstützung und Verständnis von all denen, die ihm heute zujubeln. Zu groß ist die Gefahr, dass er an den ...weiterlesen...


Montag, 3. November 2008

Man muss nie verzeifeln, wenn einem etwas verloren geht, ein Mensch oder eine Freude oder ein Glück; es kommt alles noch herrlicher wieder. Was abfallen muss, fällt ab; was zu uns gehört, bleibt bei uns, denn es geht alles nach Gesetzen vor sich, die größer als unsere Einsicht sind mit denen wir nur scheinbar im Widerspruch stehen. Man muss in sich selber leben und an das ganze Leben denken, an alle seine Millionen Möglichkeiten, Weiten und Zukünfte, denen gegenüber es nichts Vergangenes und Verlorenes gibt. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...