Wintereinbruch im November – ein Medienereignis

Seit Tagen hört und liest man vom bevorstehenden Wintereinbruch in einer Art, dass man den Eindruck bekommen könnte, es gäbe nichts Wichtigeres. In der Tat ist die Ankündigung sicher wichtig für Autofahrer, Gärnter etc. aber in diesem Umfang? Meine regionale Zeitung macht heute Morgen auf mit dem Titel.“ ‚Irmela‘ wirbelt das Ruhrgebiet durcheinander“ darunter das zum Titel so „passende“ Bild eines sich in der Luft wirbelnden Snowboarders. Dann erhalte ich als Leser noch den Hinweis auf eine Bildergalerie des Sturms im Internetportal dieser Zeitung.
Ich lese weiter: Unter der Rubrik „Aus aller Welt“ wieder nur Wintereinbruchsnachrichten – einzige Ausnahme „Lotto-Gewinn besänftigt Gattin“. Ja, das ist heute die Nachricht aus aller Welt.
Die mit Schnee relativ unerfahrenen Autofahrer im Ruhrgebiet werden Staus ohne Ende produzieren, weil man ja vorsichtig fahren soll. Richtig, soll man auch, doch wenn einer so ängstlich ist, dass er im Schnee grundsätzlich nur im Schritttempo fährt, der sollte doch besser zu Hause bleiben, Taxi, Bus oder Bahn  nehmen oder zu Fuß gehen.
Und genau das werde ich gleich machen. Ich nehme meinen Hund und spaziere durch die winterweiße Landschaft, in der Hoffnung, dass die anderen mit dem Auto unterwegs sind und ich die Ruhe genießen kann, die für mich eine solche Landschaft ausstrahlt.

Datum: 22. November 2008
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2 Kommentare

  1. Angela | Samstag, 22. November 2008 17:48
    1

    Der Kommentar spricht mir aus der Seele !
    Hier in Bayern ist schnee eigentlich nichts Ungewöhnliches ..auch nicht im November … aber es wird so „über“informiert, dass man glauben könnte, ein Schneechaos nie dagewesener Stärke brächte uns 3 Monate ohne Lebensmittel, in völliger Isolation und ohne Strom mit anschließender Quarantäne.
    O-Ton in Bayern3: „Bitte denken Sie an Proviant und heisse Getränke, wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind. Und an ein paar Spielsachen, falls Kinder im Auto mitfahren !“
    Halllooooooooooo?
    Das „Schneechaos“ ließ uns hier in Regensburg in ca. 5 cm Neuschnee und kaltem Ostwind versinken …. einfach furchtbar, ehrlich !

    Grüsse von hier nach dort von
    Angela

  2. Ecki | Sonntag, 23. November 2008 11:18
    2

    Wenn ich an meine Kindheit denke, dann weiss ich noch, das wenn Winter ist, auch Winter ist. Mit allen drum und dran. Richtig viel Schnee und richtig Eisekalt! Da war es noch kein Medienereigniss

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