Freitag, 26. Dezember 2008

Vor sechsundzwanzig Jahren habe ich den Jahreswechsel im Krankenhaus verbracht, da mein ältester Sohn keine Lust mehr hatte zu warten. Er ist am 31.12.1982 zur Welt gekommen. " Da bekommst du für ihn ja noch Kindergeld!" Als wenn mich das in dem Moment interessiert hätte. Ich war froh, dass er auf der Welt und augenscheinlich gesund war, denn er hatte die Nabelschnur um den Hals und zum Schluss war es lebensbedrohlich eng. Danach hatte er offensichtlich "Druck", denn die erste Aktion auf dem Wickeltisch war, sich zu erleichtern und zwar in hohem Bogen. Ob und wen er erwischt hat, daran erinnere ...weiterlesen...


Freitag, 26. Dezember 2008

Zufall oder nicht? In meinem letzten Eintrag habe ich über meine Neugier geschrieben. Jetzt habe ich den Gedichtband "Überallnie" von Marie Luise Kaschnitz durchgeblättert und mich hier und da festgelesen.  In dem Gedicht "Requiem" gedenkt sie ihres verstorbenen Ehemannes und - es geht kaum anders- setzt sich mit der Grausamkeit des Todes auseinander: "Mit dem Tod muß ich umgehn Dem schwarzen Hengst, Der sprengt mit der Schulter Die sicheren Wände, Der zerstampft mit dem Huf Die geglätteten Dielen. ... Sie hält ihre Verwundbarkeit als Hinterbliebene fest: Und Trost ist nicht, da du mein Trost gewesen Und Rat ist nicht, da du mein Rat gewesen Und Schutz ist nicht, da du mein ...weiterlesen...


Dienstag, 23. Dezember 2008

"Man muss die Dinge so tief sehen, dass sie einfach werden." (Konrad Adenauer) Ist das Wichtigste, Wesentlichste im Leben nicht wirklich einfach? Daran musste ich denken, als ich letzten Sonntag den "Tatort" aus Österreich gesehen habe. Die Stuben der Bauern waren schlicht, einfach, sauber, die wesentlichsten menschlichen Bedürfnisse konnten erfüllt werden. Dagegen ist meine "Bude" überladen. Aber womit? Mit Büchern, Bildern, Gegenständen, an denen Erinnerungen haften. Das ist nicht mehr "einfach". Doch vielleicht ist mein Leben einfach nicht einfach. Kann ich es vereinfachen? Ist Vereinfachung Gewinn durch Reduzierung aufs Wesentliche oder nur Simplifizierung? Wie immer habe ich mehr Fragen als Antworten!!! "Du warst schon als Kind schwierig! ...weiterlesen...


Dienstag, 23. Dezember 2008

Dass früher (und vielleicht auch heute noch) Fleisch wichtigen Personen vorbehalten war, daran kann ich mich noch erinnern: Die Haushaltsvorstände (!) sprich Vater und/oder Großvater bekamen das größte Stück Fleisch, wenn es denn Fleisch gab. Kam dann der Pastor ins Haus, wurde die gute Stube = Wohnzimmer geheizt und es kamen Schinken und Luftgetrocknete auf den Tisch, die es nur zu besonderen Anlässen gab. "Alltagswurst" waren Blut- und Leberwurst. Für besondere Gäste wurde ein Hühnchen geschlachtet und es gab Hühnersuppe, an der man sich die Zunge verbrannnte, wenn man bis dahin wieder vergessen hatte, dass Hühnersuppen wegen der Fettschicht nicht ...weiterlesen...


Montag, 22. Dezember 2008

Das Leben ändert sich schnell. Das Leben ändert sich in einem Augenblick. Man setzt sich zum Abendessen, und das Leben, das man kennt, hört auf. Die Frage des Selbstmitleids. Das sind die ersten Worte Joan Didions, die sie nach dem Tod ihres Mannes John aufgeschrieben hat. Danach herrscht für lange Zeit Sprachlosigkeit, weil für sie das Herausgerissenwerden aus einem ganz gewöhnlichen Alltag kaum zu glauben ist, lange für irreal gehalten wird und daher kaum in Worte, in Sprache zu fassen ist. Hinzu kommt, dass ihre Tochter zu der Zeit, als ihr Vater stirbt, auf einer Intensivstation liegt. Joan Didion kommt lange Zeit kaum dazu, den ...weiterlesen...


Sonntag, 21. Dezember 2008

"Wenn du für jemanden eine Lampe anzündest, wird es auch deinen Weg erhellen. " (Sprichwort aus der Mongolei) weiterlesen...


Donnerstag, 18. Dezember 2008

Wer kennt nicht das Gedicht "Stufen" von Hermann Hesse? Ein Gedicht, das ich in fast allen Lebenslagen tröstlich, ansprechend und gleichzeitig ermutigend finde. Jetzt habe ich von einem mir lieben Menschen eine mit Bildern ausgestattete Ausgabe dieses Gedichtes geschenkt bekommen. Es sind keine farbigen Bilder, sondern eher in nostalgisch braun-beige gehaltene Aufnahmen, die an alte vergilbte schwarz-weiß Fotos erinnern und das Gedicht angemessen bebildern. Ein Mitbringsel, ein Dankeschön für Liebhaber dieses Gedichtes aus dem MensSana Bereich des Knaur Verlags . ISBN 978-3-426-65620-4 weiterlesen...


Mittwoch, 17. Dezember 2008

"Ein einziger Mensch fehlt dir, und die ganze Welt ist leer." (Philippe Ariès in: Studien zur Geschichte des Todes im Abendland) Heute hätten wir unseren vierten Hochzeitstag gehabt. weiterlesen...


Dienstag, 16. Dezember 2008

Oberinspektor Chen hat nie vorgehabt, Polizist zu werden, sondern will als Student eher literarisch Karriere machen. Doch im China der 80iger des letzten Jahrhunderts haben Studenten ihr Arbeitsplätze nicht frei wählen können. Sie sind ihnen zugewiesen worden. Chen hat zunächt die Diplomatenlaufbahn einschlagen sollen, doch die Überprüfung seines familiären Hintergrunds - einer seiner Onkel ist als Konterrevolutionär hingerichtet worden - ließ dies nicht zu. So ist er Polizist in Shanghai geworden und hat in den ersten Jahren ein Verhörhandbuch übersetzten und politische Berichte verfassen müssen. Zu Beginn des Kriminalromans ist Chen gerade - für alle überraschend - Leiter einer ...weiterlesen...


Sonntag, 14. Dezember 2008

"Himmel oder Hölle sind im Kopf eines Menschen, nicht in den materiellen Dingen, die man auf der Welt besitzt." (aus: Qiu Xiaolong, Tod einer roten Heldin, Rezension erfolgt, wenn ich den Krimi zu Ende gelesen habe.) weiterlesen...