Einmal mit einem Porsche über die Autobahn

Einmal mit einem Porsche über die Autobahn fahren, das habe ich mir schon als Kind gewünscht. Warum? Ich weiß es nicht.
Gefragt habe ich immer wieder Leute mit Porsche, die ihre spontanen Zusagen allerdings nie wahrgemacht haben, weshalb auch immer. Heute morgen war es dann soweit. Der Nachbar hatte seine Garage offen, in der sein Porsche steht. Hat mich gewundert, weil der Wagen eine Saisonzulassung hat, die im Oktober des jeweiligen Jahres endet. Dann taucht ein nigelnagelneuer blauer Porsche auf (Mein Mann mochte blaue Porsche, ich würde mich immer für einen schwarzen entscheiden. Ich hoffe, ihr erkennt den Konj.II!!!). Zwei Männer beratschlagen sich offenbar. Ok. Ich habe zu tun. Nach einer Weile klingelt’s an der Tür. Ich werde gefragt, ob ich Überbrückungskabel habe. Habe ich. Ich habe sie ausgeliehen und die Gelegenheit beim Schopfe gepackt.
Der Fahrer des nigelnagelneuen Porsche ist mit mir über die Autobahn gefahren. Wunderbar. Die Beschleunigung habe ich im Magen gemerkt, ähnlich wie im Flugzeug. Leider war der Autobahnabschnitt viiiiiel zu kurz, oder es waren einfach nur zu viele Autos unterwegs. Der Fahrer hatte nicht die Möglichkeit, den Wagen voll auszufahren, auch weil auf diesem Steckenabschnitt überall Geschwindigkeitsbegrenzungen sind.
Dennoch: es hat mir einfach Spaß gemacht, einmal mit einem Porsche über die Autobahn zu fahren. Habe ich seeeeeehr lange drauf warten müssen – Und jetzt kommt mir bitte nicht mit irgendwelchen Co2 Ausstößen etc.

Datum: 9. Dezember 2008
Themengebiet: Allgemein Trackback: Trackback-URL
Feed zum Beitrag: RSS 2.0

3 Kommentare

  1. Wildgans | Dienstag, 9. Dezember 2008 22:20
    1

    mir fiel sogleich die ballade von lucy jordan ein, die im alter von 37 im offenen sportwagen durch paris fährt, ihre haare im warmen sommerwind…und so weiter…
    marianne faithful hat es geröhrt…

  2. mona lisa | Mittwoch, 10. Dezember 2008 7:31
    2

    Kenne ich leider nicht!

  3. 3

    […] Schon als Studentin wollte ich Rudern lernen. Warum ich nicht dazu gekommen bin, weiß ich nicht mehr. In Marburg hätten die Rudervereine entlang der Lahn Möglichkeiten genug geboten. Doch mit drei mehr oder weniger kleinen Kindern? War aber sicher auch nicht der wirkliche Grund. Wie dem auch sei. Bei meinem letzten Besuch in Marburg habe ich einen Vierer mit Steuermann gesehen und den Entschuss gefasst: Jetzt gehst du es an. Und ich bin es angegangen, Internetrecherche, ein Telefonat, ein Gespräch, das mit der Frage endete: Haben Sie einen Partner, eine Partnerin, mit der sie sich verabreden und kommen können? Unser Lernboot ist ein Zweier mit Steuermann! Nee habe ich nicht, ja dann warte ich, bis sich jemand bei ihnen gemeldet hat. Zehn Minuten später klingelte das Telefon: Es hat sich gerade jemand gemeldet. Geht es bei Ihnen nächste Woche? Und heute war nächste Woche! Sonniges Wetter, eine offensichtlich nette Übungsleiterin, eine “Partnerin”, mit der es funktionieren kann und der Eindruck: Ja, das könnte Spaß machen. Bis Ostern soll im kleinen Verbund geübt werden und dann geht’s zum Training mit den anderen. Bin mal gespannt, was morgen mein Körper signalisiert. Aber schön ist es, einen Anfang gefunden zu haben. Jetzt werde ich ohne Stress und sonstige Überforderungen testen, ob das ein Sport für mich ist. Übrigens in einem Telefonat mit meiner Mutter, sagte diese, sie habe auch immer Rudern wollen. Schde für sie: sie hat es nie ausprobiert, obschon sie im Ruderheim gekegelt hat. […]

Kommentar abgeben