Donnerstag, 29. Januar 2009

"Ich setzte den Fuß in die Luft, und sie trug." (Hilde Domin) aus: Nur eine Rose als Stütze Ich bin von Gedichten Hilde Domins immer noch und immer wieder fasziniert. Sie sind trotz ihrer Melancholie, Wehmut, Sehnsucht für mich oft Stützen in meinem Alltag, Möglichkeiten innezuhalten und anschließend den nächsten Schritt zu tun. Aus diesem Gedichtband habe ich auf der Trauerfeier für meinen Mann die Gedichte "Haus ohne Fenster" und "Unterricht" vorgetragen. "Der Schmerz sargt uns ein/ in einem Haus ohne Fenster." Das war genau das, was ich empfunden, so aber nicht hätte sagen können, also habe ich mir ihre Worte geborgt, bin behutsam damit ...weiterlesen...


Mittwoch, 28. Januar 2009

In  "Malina" , dem einzigen Roman Ingeborg Bachmanns, beschreibt die Ich-Erzählerin den Stand ihrer Beziehung anhand von Sätzen: "Kopfsätze haben wir viele, haufenweise, wie die Telefonsätze, wie die Schachsätze, wie die Sätze über das ganze Leben. Es fehlen uns noch viele Satzgruppen, über Gefühle haben wir noch keinen einzigen Satz, weil Ivan keinen ausspricht, weil ich es nicht wage, den ersten Satz dieser Art zu machen, doch ich denke nach über diese ferne fehlende Satzgruppe, trotz aller guten Sätze, die wir schon machen können." Es ist ein Roman voller Poesie, nicht einfach zu lesen, weil es (bislang, ich habe den Roman ...weiterlesen...


Dienstag, 27. Januar 2009

Die Freundin meines Sohnes hat ein Meerschweinchen geschenkt bekommen. Es ist Sokrates und wurde mit der Zeit immer runder. Die Freundin glaubte, Sokrates zuviel zu fressen gegeben zu haben. Mein Mann hatte es sich auf die Brust gesetzt, streichelte es liebevoll ( er war ein Tiernarr) und sagte auf einmal: Dein Meerschweinchen ist eine Xanthippe und trächtig. Ungläubiges Staunen, Nachschlagen, wie lange Meerschweinchen trächtig sind und die Beruhigung: Kann nicht sein. Konnte aber doch, eines Morgens waren die Kleinen da - zum Entsetzten meines Sohnes, der die Meerschweinchen nur wegen seiner Freundin akzeptiert. Inzwischen lebt Sokrates in Beleitung von Princessa - ...weiterlesen...


Sonntag, 25. Januar 2009

"Solange ich Erlösung von außen erwarte, ist dies mein Untergang." weiterlesen...


Sonntag, 25. Januar 2009

Wer, der eigene Kinder hat, kennt nicht den Maulwurf Grabowski. Ich habe ihn immer wieder vorgelesen, fand ihn bezaubernd. Ein Bekannter hat ihn meinen Kindern sogar auf Schweizer Deutsch vorgelesen. Herrlich anzuhören, zu verstehen aber nur, weil wir ihn alle in- und auswendig kannten. Nun aber tummeln sich echte Maulwürfe im Garten. Nahezu jeden Morgen finde ich einen neuen, mehr oder weniger großen Hügel vor. Pferdegetrappel verjagt Maulwürfe, aber für Pferde ist der Garten zu klein. Was mache ich bloß? Bei aller (Tier-) Liebe würde ich den Maulwurf gerne auf's nahe liegende Feld umleiten, da kann er sich austoben, einen Hügel ...weiterlesen...


Sonntag, 25. Januar 2009

Liebevoll richtet Helen ihr Schlafzimmer für ihre Freundin Nicola her, die an Krebs erkrankt ist und in Helens Heimatstadt eine alternative Krebstherapie mitmachen will. Sie freut sich auf den Besuch ihrer Freundin, merkt aber sehr schnell, dass und wie sehr sie mit dem Besuch überfordert ist. Die Überforderung besteht nicht in der Arbeit, dem vielen Wäsche waschen, der Pflege der Freundin, sondern in der eigenen Hilflosigkeit gegenüber der Wundergläubigkeit der Freundin, deren Behandlung Helen für Scharlatanerie hält und die Nicola davon abhält, sich der Tatsache zu stellen, dass sie in absehbarer Zeit sterben wird. Das ständige Strahlen und Lächeln der ...weiterlesen...


Dienstag, 20. Januar 2009

Gestern Abend nahm die Kriminalkommissarin Bella Block, gespielt von Hannelore Hoger, ihren "Hut", nachdem sie wieder einmal einen Fall erfolgreich abgeschlossen hat. Und wieder war es nicht der Täter, den alle anderen für den Mörder hielten. Abschied nimmt Bella Block aber auch von ihrem langjährigen Lebenspartner Simon Abendroth bzw. der von ihr, weil er sich einen Lebentraum erfüllen will, bevor es zu spät ist. Segeln ist aber nicht Bellas Traum. Und so zieht Simon Abendroth nicht nur um die Welt, sondern vorher zieht er aus der gemeinsamen, sehr großen Wohnung aus. Bella bleibt allein zurück, beißt sich in ihrem Job durch, ...weiterlesen...


Sonntag, 18. Januar 2009

Die sonntägliche Sendung Lebenszeichen im WDR 3 verpasse ich nur ungern. Heute Morgen ging es um "emotionale Intelligenz". Auf für mich sehr überzeugende Art und Weise wird dargestellt, dass so manche unfruchtbare Diskussion, ohne sinnvolles Ergebnis, ihre Ursache in der emotionalen Lage der an der Diskussion Beteiligten hat. Es geht also um andere Fragen, die Einfluss nehmen, wenn wir uns dieser Lage nicht bewusst sind. Stellt man sich diesen Fragen in Vertrauen, Offenheit und gegenseitigem Respekt werden die Sachprobleme in der Folgezeit viel effizienter gelöst. Der bewusste Umgang mit Gefühlen, ein Training emotionaler Intelligenz hat in der Regel positive Auswirkungen auf ...weiterlesen...


Sonntag, 18. Januar 2009

"Die Liebe ist nicht im anderen, sie ist in uns selbst; wir erwecken sie. Aber für dieses Erwecken brauchen wir den anderen." (Paulo Coelho) weiterlesen...


Freitag, 16. Januar 2009

"Bitte keine Werbung!" Gut leserlich am Briefkasten angebracht, sichtbar für alle, die lesen können. Und dennoch, sie schafft es immer wieder, sich Zutritt zu verschaffen: als Beilage der regionalen Presse, als bezahlte Postsendung, die zugestellt werden muss - jedenfalls behauptet das der hiesige Postbote (oder heißen die heute auch anders?) und als Beilage zu bestellten Warensendungen. Tja, was soll man machen? Nichts mehr bestellen? Einfach umziehen, ohne sich abzumelden? Oder froh sein, dass Werbung die (mehr oder weniger hohe) Hürde überwindet? Ehrlich: heute war ich ja so froh, dass mich Werbung erreicht hat: Denn immer schon habe ich von Putz-und Polierschuhen geträumt, mit denen ...weiterlesen...