Eine Winterinsel – Eisblumen und Schlindern am Meer

Ein Blick aus dem Fenster führte mir nicht den normalen Ausblick vor Augen, sondern Eisblumen! Wunderschön, zumal sie zwar weiß waren wie immer, aber rosa leuchteten, weil das Fenster zum Osten liegt. Ich glaube, ich habe als Kind das letzte mal Eisblumen am Fenster gesehen.
Nach dem Frühstück war Eiskratzen angesagt, natürlich nicht an der Windschutzscheibe, sondern am Sattel! Ich hatte abends vergessen, eine Plastiktüte über den Sattel zu ziehen. Dick eingemummt ging es zum Strand. Dort bildete gefrorener Wellenschaum eine ungewohnte Landschaftsdekoration (Passende Bilder dazu findet ihr hier). Da die Sonnne schien, habe ich endlich meinen Vorsatz in die Tat umgesetzt und bin am Strand bis fast zum Hafen gelaufen.
Auf dem Rückweg habe ich mich an den Dünen entlang fortbewegt. Da gab es eine Menge Strandgut zu begutachten, fast hätte man einen Haushalt einrichten können: Handschuhe, Kisten, Brennholz, ein Fernseher, Schuhe, leider nur Einzelexemplare.
Doch dann war Vorsicht angesagt. Zunächst begann mein Hund zu schliddern. Ich habe gedacht, sie sei mal wiederzu schnell und ungebremst unterwegs. Doch auch ich bekam Probleme. Es hatte sich auf dem Sand eine dünne Eisschicht gebildet. Ich konnte Leute sehen, die am oder sagt man auf dem Strand? schlinderten.  Mit meinen ABS – Schuhen habe ich das erst nicht versucht. Ein ungewohntes Bild war es indes schon. Am Strand schlindernde Menschen habe ich noch nicht gesehen.
Müde, aber glücklich kam ich wohlbehalten im Ferienquartier an. Ich hatte mich in der Zeit mächtig verschätzt: Ich war über drei Stunden unterwegs gewesen.

Datum: 5. Januar 2009
Themengebiet: Allgemein, Merk-Würdiges Trackback: Trackback-URL
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