“Die Wärme der vertrauten Scheiße”
Ungeliebte Arbeit, ein ungeliebtes Arbeitsverhältnis vergleicht jemand in dem äußerst interessanten Dokumentarfilm “Sollbruchstelle” von Eva Stotz, ausgestrahlt heute abend auf 3 Sat, mit einer Liebesbeziehung, in der man aus Angst bleibt, obwohl man weiß, dass es keinen Zweck mehr hat – aus Angst vor dem Alleinsein bzw. vor der Arbeitslosigkeit. Die “Wärme der vertrauten Scheiße” ist eben besser – weil bekannt – als der Fall ins Unbekannte, Bodenlose.
Aber: Welchen Stellenwert hat Arbeit? Welchen Preis bin ich bereit, für einen Arbeitsplatz zu zahlen? Wo hört Selbstachtung auf, wo beginnt Selbstaufgabe?
Der Film lässt den Zuschauer mit mehr Fragen als Antworten zurück und das ist gut so. Denn die Frage, welchen Stellenwert Arbeit für das Selbstwertgefühl einer Person hat, ist sicher sehr individuell zu beantworten, so dass es die allgemeingültige Antwort nicht geben kann. Der Film macht nachdenklich, hallt nach, denn die aufgeworfenen Fragen und die im Film gegebenen individuellen Antworten provozieren und verlangenen nach eigenen Antworten: Was wäre, wenn ich in der Situation wäre, wie weit würde ich gehen, wo würde ich die Reißleine ziehen?
Der Film wäre eine wunderbare Vorlage für den Ethikunterricht in Schulen und an Universitäten. Für verantwortungsvolle Politiker, Manager, Personalleiter und Ver-antwort-liche in unserer Gesellschaft ein Muss!!!

[...] Bezug darauf genommen. Ungeliebte Arbeit – scheint ein Lebensthema zu sein, das viele berührt. Die Wärme der vertrauten Scheiße, nennt es treffend Monalisa. Ulrike und die Wildgans lies das Thema auch nicht kalt und Charming [...]