Donnerstag, 26. März 2009 19:25

Christian Ditters ist der Regisseur des heute im Kino anlaufenden Films "Vorstadtkrokodile" , Verfilmung des gleichnahmigen Kinder- und Jugendromans Max v. der Grüns, der bereits 1977 erschienen ist. Die jahrzehntelange Behandlung des Buches in Grundschulen, z.T. auch noch in der Unterstufe weiterfühender Schulen, wird sicher für zahlreiche Besucher sorgen. In dem Roman geht es um eine verwegene Kinderbande aus dem Ruhrgebiet. Er thematisiert - auf kindgerechte Art und Weise, spannend "verpackt" das immer noch oder sollte man sagen wieder besonders aktuelle Problem des sich Kümmerns und Aufpassens, also der sozialen Verantwortung für andere in unserer Gesellschaft. Sollte der Film dann auch ...weiterlesen...


Donnerstag, 26. März 2009 11:23

Auf Dehnstraßen kann man nicht gehen, laufen, wandern, marschieren. Sie kann man (nur) beatmen. Was das soll? Mein Yoga-Engel - nein, ich fange jetzt nicht an zu spinnen oder in esoterische Sphären abzudriften, meine Yogalehrerin heißt Engel und kommt mir mit ihrer liebenswerten Art oft als ein solcher vor - hat eine sehr bildreiche Sprache, um die Übungen, die wir der besseren Konzentration wegen meist mit geschlossenen Augen machen, zu beschreiben. Linsen, Augen-auf-Machen, um zu sehen, wie sie es uns vormacht, ist damit meist überflüssig. Nur mit der liegenden Acht habe ich meine Schwierigkeiten. Wundert mich nicht, ich mag Wörter lieber. ...weiterlesen...


Dienstag, 24. März 2009 8:51

"Was wir einander schenken und geben, schafft eine andere Welt, als was wir bloß erraffen und erzwingen." (Cecile Ines Loos) weiterlesen...


Montag, 23. März 2009 19:54

Heute habe ich mich über den heftigen Regen wirklich gefreut! Ich habe nämlich meinen Rasen gekalkt. Auf dem Kalksack stand, dass Bewässerung das Ergebnis verbessere. Mal sehen, wie's geworden ist, habe damit nämlich noch keine Erfahrungen. Das war eher der Job meines Mannes. Ich habe den Kalk mit den Händen verteilt und musste dabei an das Säen der Bauern in meiner Kindheit denken, die das Saatgut ebenfalls mit den Händen gesät haben - langsam in einem nur für sie erkennbaren Rhythmus. Es wirkte auf mich als KInd beruhigend, erdend. Dort war die Welt in Ordnung, überschaubar, vielleicht aber auch nur aus ...weiterlesen...


Mittwoch, 18. März 2009 23:23

"Unsere Seele muss, wenn sie nicht verkommen will, jeden Tag ihre Wäsche wechseln." (Gottfried Keller) Was sie wohl bevorzugt? Oder geht es um den Wechsel, um die Hygiene? weiterlesen...


Mittwoch, 18. März 2009 18:34

Schon als Studentin wollte ich Rudern lernen. Warum ich nicht dazu gekommen bin, weiß ich nicht (mehr). In Marburg hätten die Rudervereine entlang der Lahn Möglichkeiten genug geboten. Doch mit drei mehr oder weniger kleinen Kindern? War aber sicher auch nicht der wirkliche Grund. Wie dem auch sei. Bei meinem letzten Besuch in Marburg habe ich einen Vierer mit Steuermann gesehen und den Entschluss gefasst: Jetzt gehst du es an. Und ich bin es angegangen: Internetrecherche, ein Telefonat, ein Gespräch, das mit der Frage endete: Haben Sie einen Partner, eine Partnerin, mit der sie sich verabreden und kommen können? Unser Lernboot ist ein ...weiterlesen...


Montag, 16. März 2009 18:56

Edda und Lotte Minck, die Autorinnen dieses "Ruhrgebietskrimis"- so die Bezeichnung der Buchhändlerin - leben in Bochum und haben, bevor sie 2004 beschlosssen, Krimis zu schreiben, in der Film- und Fernsehbranche gearbeitet - in verschiedenen Berufen. Bochum ist auch der Handlungsort des Krimis, dennoch ist die Handlung des Krimis keine ruhrgebietstypische und nur ab und zu reden die Leute wie im Ruhrgebiet. Maggie, die Protagonistin des Romans, ist Journalistin, allerdings arbeitslos, pleite und nach der Rückkehr in ihre alte Heimat Bochum nur  in der Lage eine 22 qm Wohnung im Keller zu finanzieren. Lediglich einige Designerklamotten sind als Zeugen besserer Zeiten ...weiterlesen...


Sonntag, 15. März 2009 23:59

Bungalows - einst Inbegriff modernen Wohnungsbaus, sind die Häuser oft unter Flachdächern geraten, weil die für Bugalows typischen Flächdächer nach Jahren oft undicht wurden. Das Wort habe ich schon Jahre nicht mehr gehört. Beim Lesen von "Der Knochenmann" bin wieder drüber gestolpert. Dort liefert der Erzähler dann auch gleich den Grund für das aus der Mode gekommene Wort: "Der junge Löschenkohl hat es mit a ausgesprochen, also Bangelow. Da hat es ja immer diese zwei Gruppen gegeben, die einen haben es mit u und die anderen mit  a gesagt, und vielleicht ist das der Grund, daß das Wort aus der Mode ...weiterlesen...


Freitag, 13. März 2009 0:23

Wie heißt das "Tuwort" zu Specht? Vor der Lektüre von Haas "Der Knochenmann" habe ich nicht gewusst, dass es ein solches überhaupt gibt. Ein Blick in den Duden klärte mich darüber auf, dass es eine österreichische Variante für spionieren, spähen ist. "Ich weiß nicht, ist es nur die Neugier gewesen, daß sich der Brenner gedacht hat, jetzt möchte ich doch wissen, wer dieser Liebhaber heute ist? " Er nimmt sein Taschenmessser mit  Korkenzieher und bohrt ein kleines Loch in die dünne Holzwand. "Oder ist es doch auch eine gewisse sexuelle Sache gewesen. So wie die kleinen Buben gern in den Schwimmbadkabinen auf die ...weiterlesen...


Donnerstag, 12. März 2009 12:58

WARUM? Es gibt Fragen, auf die gibt es keine, auf jeden Fall keine einfachen Antworten oder Erklärungen. Weshalb halten wir nicht angesichts der Ereignisse wie in Winnenden einmal inne, werden ruhig und überlegen, was da vor sich gegangen ist. Wie kann man Fassungs-, Sprachlosigkeit in Sprache fassen? Genau das geht nicht, sonst wären es ja keine solchen. Wie kann man aber (Fernseh-) Sendungen produzieren, in denen Menschen stundenlang austauschbare Worthülsen, Plattitüden von sich geben? Sie können ja auch nichts anderes, nicht anders formulieren, angesichts dieser Unfassbarkeiten. Wir sollten schweigen, nachdenken. Das einzig Sinnvolle, was ich in diesem Zusammenhang gehört habe, ist ein Zitat aus der ...weiterlesen...