Die Erde hat mich wieder
Welch tiefes Summen, welch ein heller Ton
Zieht mit Gewalt das Glas von meinem Munde?
Verkündiget ihr dumpfen Glocken schon
Des Osterfestes erste Feierstunde?
Ihr Chöre, singt ihr schon den tröstlichen Gesang,
Der einst, um Grabes Nacht von Engelslippen klang,
Gewißheit einem neuen Bunde? (…)
Was sucht ihr, mächtig und gelind,
Ihr Himmeltöne, mich am Staube?
Klingt dort umher, wo weiche Menschen sind:
Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube;
Das Wunder ist des Glaubens liebstes Kind.
Zu jenen Spähren wag ich nicht zu streben,
Woher die holde Nachricht tönt;
Und doch, an diesen Klang von Jugend auf gewöhnt,
Ruft er auch jetzt zurück mich in das Leben. (…)
O tönet fort, ihr süßen Himmelslieder!
Die Träne quillt, die Erde hat mich wieder!
(J.W.Goethe, Faust V.742ff.)
Euch allen ein lebendiges, erfülltes Osterfest!

Auch dir frohe, frühlingshelle Ostertage, Mona Lisa!
Gruss,
Quer