Engellieder Rilkes (1)

Ich ließ meinen Engel lange nicht los,
und er verarmte mir in den Armen
und wurde klein, und ich wurde groß:
und auf einmal war ich das Erbarmen,
und er eine zitternde Bitte bloß.

Da hab ich ihm seine Himmmel gegeben, –
und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand;
er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,
und wir haben langsam einander erkannt …

(Rainer Maria Rilke)

Datum: 18. Mai 2009
Themengebiet: Denk-Würdiges, Gedichte Trackback: Trackback-URL
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3 Kommentare

  1. Quersatzein | Dienstag, 19. Mai 2009 5:39
    1

    Das hat so etwas Sanftes, Zärtliches, Behutsames…

    Und es ist Trost und Anweisung zugleich.

    Liebe Grüsse,
    Brigitte

  2. 2

    […] im Kreuz Verlag erschienen CD verdanke ich die Entdeckung der Engel-Gedichte Rilkes, von denen ich einige wunderschön finde und für euch zum Lesen abgedruckt […]

  3. Jomana | Dienstag, 26. Mai 2009 14:23
    3

    Vielen Dank.

    Das hier – ist wunderschön.

    Jomana

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