Männer und ihre Wirkungen

Wie unterschiedlich die Wirkung von Männern sein kann, beschreibt Conxa sehr metaphorisch in Maria Barbals Roman “Wie ein Stein”:

Der, der sich ihr aufdrängt, den sie loswerden will:
“Plump wie eine Kröte war er. Ich sah seine schweißnassen Schläfen und seine glänzenden Augen, sie waren mir unheimlich. Und seine Hand, die mich jedesmal enger an seinen Körper preßte. Kaum atmen konnte ich, so als würde man mir die Luft abschnüren. Und dabei tat ich alles, um mir diesen Mann vom Leib zu halten. Wie ein Faß kam er mir in diesem Augenblick vor, und gleich würde er mich zu Boden reißen und mich mit seinem unglaublichen Gewicht niederwalzen.” (a.a.O.,S.33)

Und Jaume, ihren späteren Mann:
“Man hätte meinen können, Jaume sei einzig und allein nur deshalb auf der Welt, um mir all meine Ängste zu nehmen, ein Licht anzuzünden, wo ich nur Dunkelheit sah, und um alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen, wenn sie sich vor mir wie ein riesiger Berg aufzutürmen schienen.” (a.a.O., S.30)
Ohne Liebe ist Nähe für Conxa offensichtlich Bedrängung, Belästigung, Gefahr.

Datum: 19. Juni 2009
Themengebiet: Rezensionen, Worte, Zitate Trackback: Trackback-URL
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