Dienstag, 22. September 2009 | Kategorie: Denk-Würdiges, Zitate | Kommentare (0)

"Das Starksein bedingt übrigens noch ein anderes Problem: Weil ich diesen Anschein erwecke, meint mein Umfeld offenbar, es müsste genauso stark sein oder dürfte mir seine Traurigkeit oder Betroffenheit nicht zeigen. Vielleicht haben die  mir nahestehenden Menschen Angst, dass mich ihre Schwäche aus der Bahn wirft oder meiner Stärke für immer beraubt. Ich dagegen würde mir manchmal wünschen, gemeinsame schwache Momente haben zu dürfen. Es ist wichtig, Menschen um sich zu haben, die einem Mut  und Kraft geben zu kämpfen, mit denen man aber auch weinen kann und bei denen man mal schwach sein darf. Oft vermisse ich beides ein  ...weiterlesen...


Dienstag, 22. September 2009 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (2)

Krabbeltische im Ausverkauf kenne ich - Bücherkrabbeltische eher weniger - jedenfalls in der heute vorgefundenen Form. Noch mehr Bücher? - Muss nicht sein, aber: Bei den Preisen! Schaun'mer mal: Suche ich - oder finde ich? Egal! Habe einiges mit nach Hause genommen. Hier ein Auszug aus einem der Fundstücke! (Weitere folgen) Frühe Im Osten graut's, der Nebel fällt, Wer weiß, wie bald sich's rühret! Doch schwer im Schlaf noch ruht die Welt, Von Allem nichts verspüret. Nur eine frühe Lerche steigt, Es hat ihr was geträumet Vom Lichte, wenn noch Alles schweigt, Das kaum die Höhen säumet. Joseph von Eichendorff, Die schönsten Gedichte, München, 2007, 190 S. ISBN 978-3-492-25069-6 weiterlesen...


Sonntag, 20. September 2009 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Merk-Würdiges, Worte, Zitate | Kommentare (3)

"Schweigen ist ein Argument, das schwer zu widerlegen ist." (Heinrich Böll) Ist das der Grund, weshalb Männer in Auseinandersetzungen und Konfliktisituationen so oft schweigen? Haben sie keine unwiderlegbare Argumente? weiterlesen...


Sonntag, 20. September 2009 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (1)

Im Reich der Interpunktionen Im Reich der Interpunktionen nicht fürder goldner Friede prunkt: Die Semikolons werden Drohnen genannt von Beistrich und von Punkt. Es bildet sich zu selben Stund ein Antisemikolonbund. Die einzigen, die stumm entweichen (wie immer), sind die Fragezeichen. Die Semikolon, die sehr jammern, umstellt man mit geschwungnen Klammern und setzt die so gefangnen Wesen noch obendrein in Paranthesen. Das Minuszeichen naht, und - schwapp! da zieht es sie vom Leben ab. Kopfschüttelnd blicken auf die Leichen die heimgekehrten Fragezeichen. Doch wehe! neuer Kampf sich schürzt: Gedankenstrich auf Komma stürzt - und fährt ihm scheidend durch den Hals; bis dieser gleich - und ebenfalls (wie jener mörderisch bezweckt) als Strichpunkt das Gefild bedeckt! ... Stumm trägt man auf den Totengarten die Semikonons ...weiterlesen...


Freitag, 18. September 2009 | Kategorie: Alltägliches, Merk-Würdiges | Kommentare (2)

Zur Zeit bin ich als Ameise unterwegs, sorge für Kaminholz, Vorräte für den Winter: Mehl, Honig, Marmelade, Äpfel, Birnen, aber auch für  blühende Tulpen im Frühling. Bei all dem Fleiß bin ich auf der Suche nach einer Grille, die mich bei meinen Bemühungen musikalisch unterstützt. Doch Grillen habe ich weder gehört, noch gesehen. Ob die sich in Nachbar's Garten aufhalten? Vielleicht sind die Vorräte dort üppiger? Zur Not, warte ich auf die Maulwürfe, die sich später einfinden, vielleicht lädt mich einer ein. Doch: Was habe ich zu bieten? Der Janosch Mauwurf scheint trotz seiner Blindheit Vorräte genug zu haben und wartet auf passende ...weiterlesen...


Montag, 14. September 2009 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (3)

Die Vorschau im Kino lässt auf einen literarischen Kinoherbst schließen. Gerade angelaufen ist die Verfilung "Beim Leben meiner Schwester" von Jodi Picoult. Angekündigt sind: "Die Frau des Zeitsreisenden" von Audrey Niffenegger (Kinostart am 17. September), "Die Verblendung" von Stig Larsson (Kinostart am 1.Oktober) und "Die Päpstin" von Donna Wollfort Cross (Kinostart am 29.Oktober). Ich werde höchstens in die Filme gehen, deren zugrundeliegenden Roman ich noch nicht gelesen habe. Denn mein Kino im Kopf finde ich meist besser, auf jeden Fall anders als das, was ich mir im Kino ansehen kann. Wer sich über den Inhalt der beiden anderen Romane informieren will, kann meine ...weiterlesen...


Sonntag, 13. September 2009 | Kategorie: Alltägliches, Aufgelesen, Denk-Würdiges, Frag-Würdiges, Worte, Zitate | Kommentare (3)

"Die Übertreibung ist eine Wahrheit, welche die Ruhe verloren hat." (Khalil Gibran) weiterlesen...


Samstag, 12. September 2009 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

Der Roman hat einen furiosen Beginn: Aus der Perspektive des kleinen Peter erlebt der Leser die Schrecken des Zweiten Weltkrieges, denen Peter hilflos ausgliefert ist, da seine Mutter Helene als Krankenschwester oft Nachtdienst hat und er niemanden kennt, an den er sich in diesen schrecklichen Nächten anlehnen kann. Sogar der mehrfachen Vergewaltigung der Mutter durch Soldaten muss er zusehen und kann nicht helfen. Um so mehr freut er sich, dass sie gemeinsam Berlin mit dem Zug verlassen wollen. Doch dann lässt die Mutter ihn allein auf dem Bahnsteig zurück. Warum? Was hat sie dazu bewogen? Diese Frage lässt sich nicht unterdrücken! In ...weiterlesen...


Donnerstag, 10. September 2009 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (2)

Wozu führen ganz normale Gesten der Menschlichkeit oder Barmherzigkeit in unnormalen Zeiten? Etwa das Herrichten eines Weihnachtstellers durch ein weibliches Familienmitglied für einen Polen, der als Zwangsarbeiter auf einem Bauernhof in Westfalen arbeiten musste?  - ins Frauen-KZ Ravensbrück. Oder die Hilfe eines polnischen Zwangsarbeiters für ein dreizehnjähriges Waisenkind, das für mehrere Geschwister und das Vieh sorgen musste? - in die Fürsorgeerziehung, ebenfalls ins KZ Ravenbrück. Einige dieser "Bettpolitischen" bekamen dann auch noch besondere medizinische Betreuung: mit ihnen wurde fleißig experimentiert. All das konnte man heute Abend in einem Vortrag von Dr. Gisela Schwarze erfahren, die mit ihrem Buch "Es war wie eine Hexenjagd" ...weiterlesen...


Donnerstag, 10. September 2009 | Kategorie: Alltägliches, Worte, Zitate | Kommentare (1)

Regelmäßige Ansage der Yogalehrerin: beim Ausatmen: Schwere loswerden oder meint sie etwa: schwerelos werden? Dafür müsste ich sicher noch länger üben. weiterlesen...