Zwei Wölfe
ZWEI
Schweigend saß der alte Indianer mit seinem Enkel am Lagerfeuer. Die Bäume standen wie dunkle Schatten, das Feuer knackte und die Flammen züngelten in den Himmel.
Nach einer langen Weile sagte der Alte: “Manchmal fühle ich mich, als ob zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen. Einer der beiden ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. Der andere aber ist liebevoll, sanft und mitfühlend.”
“Welcher der beiden wird den Kampf um dein Herz gewinnen?” fragte der Junge.
“Der, den ich füttere”, antwortete der Alte.
(gelesen in: Andere Zeiten, Magazin zum Kirchenjahr)

Diese indianische Weisheit kenne ich zwar schon irgendwoher, aber ich finde sie auch beim wiederholten Lesen wunderbar tiefsinnig.
Sehen wir also zu, wen wir füttern…
Liebe Grüsse,
Brigitte
[...] sich beim Abschiednehmen stets einstellt. Doch was antwortet der Indianer auf die Frage, welchen Wolf, welches Gefühl füttere ich? Eine Frage von Verantwortung und: [...]