Donnerstag, 3. Dezember 2009 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (4)

Man muss nie verzweifeln, wenn etwas verloren geht, ein Mensch oder eine Freude oder ein Glück; es kommt alles noch herrlicher wieder. Was abfallen muß, fällt ab; was zu uns gehört, bleibt bei uns, denn es geht alles nach Gesetzen vor sich, die größer als unsere Einsicht sind und  mit denen wir nur scheinbar im Widerspruch stehen. Man muß in sich selber leben und an das ganze Leben denken, an alle seine Milionen Möglichkeiten, Weiten und Zukünfte, denen gegenüber es nichts Vergangenes  und Verlorenes gibt.- (Brief von Rainer Maria Rilke an Friedrich Westhoff, Rom 29. April 1904) weiterlesen...


Dienstag, 1. Dezember 2009 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (2)

Der Prolog nimmt vorweg, was Kommissar Jonas Vogel später im Krankenhaus erleben wird: "Schwarz. Schwarz. Schwarz. Schwarz. Schwarz. Zehn Sekunden. Schwarz. Schwarz. Schwarz. Schwarz. Schwarz. Zwanzig Sekunden. Wie lange schon? Schwarz. Soviel stand fest: es war schwarz, nicht grau, nicht schattenartig. Nicht irgendwie dunkel, irgendwie schraffiert von etwas hinter dem Dunkel. Nur schwarz . Und es blieb." Durch einen Unfall wird der Kommissar blind, unwiderbringlich, da sein Sehnerv durchtrennt  ist. Für seine labile Ehefrau , die sich zu sehr allein gelassen fühlt, eine noch größere Katastrophe als für Jonas Vogel. "Ich bin eine zerschmetterte Frau, dachte Esther Vogel, und du hast mich zerschmettert." Aber nicht sie, sondern ihr Mann ist blind geworden. Doch bis es zu dem Unfall kommt, ...weiterlesen...