Das Unkraut

Das Unkraut

Es sprosset aber viel üppiges neidiges
Unkraut, das blendet, schneller schießet
Es auf, das ungelenke, denn es scherzet
Der Schöpferische, sie aber
Verstehen es nicht. Zu zornig greift
Es und wächst. Unter dem Brande gleich,
Der Häuser anzehret, schlägt es
Empor, achtlos, und schonet
Den Raum nicht und bedecket
Weit gärend, ein dampfend Gewölk,
Die unbeholfene Wildnis.

(Friedrich Hölderlin)

Datum: 24. Juli 2010
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Ein Kommentar

  1. Quer | Sonntag, 25. Juli 2010 6:19
    1

    Das scheint mir echt menschliche Eigenarten aufzuweisen, dieses Unkraut. Nur zu gerne liest man den Hölderlintext jedenfalls so – und ist betroffen davon.

    Dank und Gruss,
    Brigitte

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