Der “No-Name”-Tod

Gestern ging es in der Sendereihe “Lebenszeichen” im WDR 3 um anonyme Bestattungen, die mache für unwürdig halten, da die Personenwürde des Menschen mit seinem Namen verbunden sei, der Mensch auch im Tode den Namen behalten müsse.
Ist das “Weiterleben” wirklich mit dem Namen auf dem Grabstein gewährleistet? Oder lebt ein Verstorbener nicht eher im Gedächtnis, im Herzen, in seinen Nachfahren fort und überlebt auf diese Weise viel lebendiger?
Sicher, anonyme Bestattungen, Seebestattungen ermöglichen den Angehörigen den Besuch des Grabes nicht im üblichen Sinne, verbunden mit dem Spaziergang auf einem Friedhof. Es mag auch sein, dass viele Menschen einen Ort ihrer Trauer brauchen, deshalb aber Urteile zu fällen über, die die es anders handhaben, finde ich vermessen. Anonyme Bestattungen, Seebestattungen als Ausdruck oder Folge eines anonymen Lebens? Ganz so einfach ist es nicht.
Wie immer – eine interessante Sendung, mit vielen Aspekten zum Thema.

Datum: 26. Juli 2010
Themengebiet: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Frag-Würdiges Trackback: Trackback-URL
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