Sperrgut-Mann!?

“Ich erinnerte mich an das ‘Sperrgut’. So nennen die Frauen Ehemänner, wenn diese sich, frühpensioniert, zu Hause im Fernsehsessel niederlassen, um sich in aller Ruhe zum Pflegefall zu entwickeln. Dann wird es höchste Zeit, diesem Sperrgut-Mann das Einverständnis zu kündigen, in dessen Illusion er sich gewiegt hatte, all die Jahre, in denen er besinnungslos anschaffen durfte.”

(A. Muschg, Nur ausziehen wollte sie sich nicht, S. 52)

Böse, oder?

Datum: 27. Juli 2010
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3 Kommentare

  1. Quer | Mittwoch, 28. Juli 2010 6:46
    1

    Böse und zynisch. Ich kenne keine Frau, die den Begriff “Sperrgut” für ihren Mann (oder andere Männer) anwenden würde.

    Na ja, das Buch werde ich gewiss nicht lesen.

    Dir einen unbeschwerten Tag, Mona Lisa.

    Gruss, Brigitte

  2. mona lisa | Mittwoch, 28. Juli 2010 8:50
    2

    Ob sie’s vielleicht heimlich benutzen?
    Nein, das Buch muss frau nicht lesen, man auch nicht. Manchmal überlege ich,ob ich nur Rezensionen von Büchern einstellen soll,die ich für lesenswert halte.
    Die einen sperrgutfreien Tag!

  3. Wildgans | Mittwoch, 28. Juli 2010 18:15
    3

    wiederum kenne ich männer, die kein “sperrgut” sein wollen, wohl aber die frau, die jahrzehntelang im hintergrund an der front der familienharmonie gearbeitet hat, schnöde eingetauscht wird gegen eine jugendliche spätere versorg- und pflegerin….es gibt sogar glückliche ältere frauen, die froh sind, kein “sperrgut” mehr im haus rum sitzen oder -nörgeln zu haben. das böse und zynische ist für manche fälle krasse wahrheit, meinst du nicht?
    gruß von sonja

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