Mittwoch, 31. August 2011 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Gus Dury - der neue Rebus? Tony Black der Nachfolger Ian Rankins? Fragen, die mich als Leserin nicht wirklich tangieren. Ich möchte gerne einen interessanten Fall mit einem interessanten Ermittler, egal ob er nun offiziell oder wie Gus Dury inoffiziell ermittelt - ähnlich wie Wilbert, der Münsteraner Buchhändler und Hobbyermittler - oder ist er eher Ermittler und Hobbyantiquar?  Egal! "Bei Beerdigungen bekomme ich immer feuchte Augen." So beginnt der erste Krimi Tony Blacks. "Es sind Details wie die Todesursache, die mich völlig fertig machen. Da greife ich doch sofort nach dem zwölf Jahre alten Macallan, der bei solchen Anlässen bereitgestellt wird. Und dann schlag ich richtig zu. Nicht nur weil Säufer das eben ...weiterlesen...


Dienstag, 30. August 2011 | Kategorie: Denk-Würdiges, Gedichte, Worte | Kommentare (3)

Schicksalstage Wenn die trüben Tage grauen, Kalt und feindlich blickt die Welt, Findet scheu sich dein Vertrauen Ganz auf dich allein gestellt. Aber in dich selbst verwiesen aus der alten Freuden Land, Siehst du neuen Paradiesen Deinen Glauben zugewandt. Als dein Eigenstes erkennst du, Was dir fremd und feind erschien, Und mit neuem Namen nennst du Dein Geschick und nimmst es hin. Was dich zu erdrücken drohte, Zeigt sich freundlich, atmet Geist, Ist ein Führer, ist ein Bote, Der dich hoch und höher weist. (Rainer Maria Rilke) Annahme des "Schicksals" als Voraussetzung, das Eigene im Fremden, Feindlichen zu entdecken? Die Chance in der Krise sehen? Birgt das die Möglichkeit eigener Entwicklung in sich, vielleicht begleitet durch einen Boten, wer auch immer das sein mag? weiterlesen...


Montag, 29. August 2011 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (3)

"Gleichzeitig lernte ich etwas zu schätzen, was ich bis dahin nicht kannte, offene Feindschaft. Es war tausendmal besser als ein in Intrigen endendes Überspringen der Antipathie. Es brachte mich geradezu auf Ideen." (aus: Marion Titze, Unbekannter Verlust, Berlin 1994, S. 76) weiterlesen...


Montag, 29. August 2011 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

In den drei Romanen "Das große Heft", "Der Beweis"und "Die dritte Lüge" erzählt Agota Kristof auf ihre unverwechselbare knappe, ungewöhnliche und atem-beraubende Art die Geschichte, nein das Schicksal zweier Brüder im kommunistischen Ungarn, die zunächst gemeinsam bei der Großmutter aufwachsen, bis dann einer der beiden mit dem Vater versucht zu fliehen und offensichtlich bei diesem Fluchtversuch ums Leben kommt. Die Wirklichkeit dieser beiden Jungen ist be-drückend, brutal, teilweise unmenschlich, was allerdings nie anklagend dargestellt wird, sondern eher in An-deutungen, die die Ungeheuerlichkeit dessen, was die beiden erleben müssen, für mich um so deutlicher macht. Das Unaussprechliche wird nur angedeutet. Ich bin von dieser Erzählerin einfach fasziniert. Das erste Buch, ihren Erzählband "Irgendwo", habe ich in einer Bücherkrabbelksite gefunden. So ...weiterlesen...


Freitag, 26. August 2011 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (3)

Tage, wenn sie scheinbar uns entgleiten, gleiten leise doch in uns hinein, aber wir verwandeln alle Zeiten; denn wir sehnen uns zu sein .... (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Donnerstag, 25. August 2011 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (0)

Stell dir vor, du bist schwanger und bekommst es nicht mit - oder erst dann, wenn es soweit ist. Da hilft dann nur: annehmen, was ist. Ungewöhnlich, aber möglich! In diesem Fall war es ein Junge, dessen Namen die Eltern während der Geburt ausgesucht haben: Philipp weiterlesen...


Donnerstag, 25. August 2011 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (2)

"Vertrau den Büchern nicht zu sehr; sie sind Gewesenes und Kommendes. Ergreife ein Seiendes. So wird auch deine Reife nicht alles sein. Denn da ist Jeder Kind, wo Dinge stehn, unendlich überragend, was sich in uns zu mehr zusammen nimmt; wir raten nur und sagen alles fragend, sie aber gehn in sich und sind bestimmt. Und wenn du auch dein Leben so begannst als solltest du's in Stunden überwinden: im Kleinsten wirst du einen Meister finden, dem du tiefinnen nie genugtun kannst. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Mittwoch, 24. August 2011 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"Für das Herz ist das Leben einfach: Es schlägt solange es kann." Das ist der erste Satz des Romans. Für den Mensch mit diesem Herzen kann Leben ganz schön schwierig sein, besonders dann, wenn er einen Vater hat, der alles andere als liebevoll ist, der brutal ist, wenn er besoffen ist und das ist zunehmend öfter der Fall. Dieser Roman hat autobiografische Züge und kann als Entwicklungs-roman bezeichnet werden, da er die Kindheit und Adoleszenz des Erzählers darstellt bis hin zu seiner Existenz als Schriftsteller, Partner und Vater. "Sterben" ist eine Art Abrechnung mit dem Vater, den der Erzähler nach dessen Tod unbedingt noch einmal sehen muss, um zu glauben, dass er tatsächlich nicht mehr lebt. "Nun sah ...weiterlesen...


Mittwoch, 24. August 2011 | Kategorie: Aufgelesen, Merk-Würdiges, Worte, Zitate | Kommentare (4)

"Alte Freunde muss man nicht wieder sehen, man versteht sich nicht mehr mit ihnen. Jeder hat eine andere Sprache bekommen. Wem es ernst um seine innere Kultur ist, hüte sich davor, denn der alsdann hervortretende Mißklang kann nur störend auf uns einwirken, und man trübt sich das reine Bild des früheren Verhältnisses." (Johann Wolfgang von Goethe) weiterlesen...


Dienstag, 23. August 2011 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (3)

Das Alter ist ein höflicher Mann: Einmal übers andre klopft er an; Aber nun sagt niemand: Herein! Und vor der Türe will er nicht sein. Da klinkt er auf, tritt ein so schnell, Und nun heißts, er sei ein grober Gesell. (J.W.v. Goethe) weiterlesen...