Shirley MacLaine, Zwischenleben

Dieses Buch bekam ich von einer Bekannten: Vielleicht ist das was für dich. Das Buch sah hässlich aus, vergilbt, zer-knittert – einfach unansehnlich. Es lag schon auf dem Stapel der Bücher, die ich weggeben wollte. Dann habe ich es auf den Lesestapel gelegt. Dort lag es dann wochen-lang unbeachtet. Jetzt habe ich es gelesen und finde es interessant. Shirley MacLaine, eher als Schauspielerin bekannt, beschreibt in diesem Buch den Beginn ihrer “Reise nach innen”, wie sie sich ausdrückt. Sie geht Fragen nach Reinkarnation, der Unsterblichkeit der Seele auf den Grund und macht für sich neue, un-glaubliche Entdeckungen, die sie zunächst für sich behält, um nicht für verrückt gehalten zu werden.
Mit einem befreundeten Maler macht sie eine Reise nach Peru und macht dort als nahezu außer-irdisch zu be-zeichnende Erfahrungen. Obschon nach außen hin vieles gleich zu bleiben scheint, hat sich ihre Sicht auf die Welt durch ihre Erfahrungen ver-rückt und nichts ist mehr wie vorher.  Ihre Angst vor Tod und Sterben ist nach diesen Erfahrungen, vor allem der einer Astralreise vorbei:
” ‘Das geschieht also, wenn man stirbt; die Seele schwingt sich einfach aus dem Körper und schwebt in eine astrale Welt?’
‘Sicher’ sagte David. ‘Mit dem Unterschied, daß du erst tot bist, wenn deine Silberschnur reißt. Die Schnur reißt nur dann ab, wenn dein Körper die Lebenskraft nicht mehr länger halten kann. … Im Prinzip ist es das gleiche wie eine Astralprojektion, nur daß es keinen Körper mehr gibt, in den du zurückkehrst.’ ”
Für mich eine tröstliche Vorstellung – mag sie nun wahr sein oder nicht. Ich habe längst aufgehört zu urteilen. Jeder hat seine eigene Wahrnehmung, seine eigenen Wahrnehmungsfähigkeiten und die sind- das zumindest weiß ich aus eigener Erfahrung – sehr unterschiedlich aus-gebildet.

Shirley MacLaine, Zwischenleben, a.d. Amerikanischen v. Traudi Perlinger, München 1984, 382 S., ISBN 3-442-06769-3

Datum: 16. Oktober 2011
Themengebiet: Buch-Rezensionen, Rezensionen Trackback: Trackback-URL
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Ein Kommentar

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    […] animierten mich, meine Fragestellungen zu vertiefen.” Sie durfte also neugierig sein. (aus: Shirley MacLaine, Tanz im Licht, S. […]

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