nach vier Jahren

Leben ohne dich
Ja, es geht
leben ohne dich

Ja, es geht
leben ohne dich
mit der Erinnerung
an dich
deine Liebe
deine Wärme
deine Großzügigkeit
deinen Humor
deine Ecken und Kanten

Die Dankbarkeit für alles
macht mein Leben inzwischen
erträglich
lebenswert

© mona lisa (6.03.2012)

Datum: 6. März 2012
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8 Kommentare

  1. Quer | Mittwoch, 7. März 2012 6:47
    1

    Das ist berührend und schön!
    Ich wünsche dir weiterhin viel Lebensmut!
    Herzlich,
    Brigitte

  2. Gabriela | Mittwoch, 7. März 2012 7:33
    2

    Sind vier Jahre lang oder kurz? Als ich dich „kennen lernte“, waren die Wunden bei mir noch sehr frisch, bei dir war schon mehr als ein Jahr vergangen. Mir kam es damals vor, als hättest du schon einen ewigen Prozess hinter dir. Ein Jahr schien mir unerfassbar lang zu sein, weil ich mich von Minute zu Minute vorwärts bewegte.
    Heute denke ich, dass Zeit ein Nebensächlicher Faktor ist. Sie ermögliche Weite und Tiefe, aber niemals Distanz im Sinne einer Abgeschlossenheit.
    Ich wünsche dir Neugierde und Vertrauen in dieses junge fünfte Jahr ohne ihn an deiner Seite, mit ihm in deinem Herzen.
    Alles Liebe
    Gabriela

  3. mona lisa | Mittwoch, 7. März 2012 8:29
    3

    Gabriela, das Hangeln von Minute zu Minute, von Tag zu Tag, das ging mir genauso, ich habe hier auch nur einen Bruchteil dessen, was ich an Trauerarbeit zu leisten hatte, zeigen können, meist waren es Ergebnisse langer Bemühungen, den Weg dorthin, das Gehen, Stehenbleiben, Weinen, die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit wollte und konnte ich nicht öffentlich machen, vielleicht fehlten mir auch nur die passenden Worte bzw.die Zeit, sie aufzuschreiben, weil meine Ressourcen außerordentlich eingeschränkt und durch diverse Verpflichtungen gebunden waren.
    Dank dir für deine Wünsche, ich habe zahlreiche Pläne und freue mich darauf, sie zu realisieren.

  4. mona lisa | Mittwoch, 7. März 2012 8:31
    4

    Quer, dank dir auch für die Wünsche. Mein Lebensmut hat mich nie wirklich verlassen, auch wenn ich es manchmal gedacht habe. Ich glaube, er musste sich ein wenig ausruhen und zu neuen Kräften kommen.

  5. Wildgans | Mittwoch, 7. März 2012 23:11
    5

    So warm, so voller Herzblut. Ecken und Kanten nicht aussparend, nicht verklärend. Real. LiebeVOLL. Eingefrorenes beginnt leise zu fließen…wieder. Anders.
    Gruß von Sonja

  6. mona lisa | Donnerstag, 8. März 2012 8:14
    6

    Ja so Wildgans, die Metapher passt!

  7. bea | Donnerstag, 8. März 2012 14:24
    7

    Das was ich sagen wollte, ist schon gesagt. Ich schliesse mich an.
    Ich merke, der Schmerz vergeht nicht, sondern verändert sich. Lässt Raum für Neues, nach einer gewissen zeitlichen Distanz…
    Liebe Grüsse!
    bea

  8. mona lisa | Donnerstag, 8. März 2012 15:24
    8

    Bea, er wird milder, weniger schmerzhaft! Ich könnte sonst auch nicht wirklich weiterleben und wem wäre damit gedient?

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