Sternengrüße

Letzte Worte

Geliebte, wenn mein Geist geschieden,
So weint mir keine Träne nach;
Denn, wo ich weile, dort ist Frieden,
Dort leuchtet mir ein ew’ger Tag!

Wo aller Erdengram verschwunden,
Soll euer Bild mir nicht vergehn,
Und Linderung für eure Wunden,
Für euern Schmerz will ich erflehn.

Weht nächtlich seine Seraphsflügel
Der Friede übers Weltenreich,
So denkt nicht mehr an meinen Hügel,
Denn von den Sternen grüß‘ ich euch!

(Annette von Droste-Hülshoff)

Datum: 28. Mai 2012
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2 Kommentare

  1. Wildgans | Montag, 28. Mai 2012 21:08
    1

    Beim Lesen gestolpert: vergehen – erflehen.
    Menschen haben das oft, so oft versucht, jetzt mal salopp mit einem neuen Buchtitel gesagt: die Radieschen von oben zu sehen…
    So tröstlich ist das… wo aller Erdengram verschwunden….
    Ich wünsche es uns sehr.
    Herzlich
    Sonja

  2. mona lisa | Montag, 28. Mai 2012 21:36
    2

    Wildgans, wie immer köstlich: die Radieschen von oben!!
    Du bist zu recht gestolpert. Ich benutze seit einiger Zeit einen anderen PC und der macht manchmal komische Sachen. Ich muss echt gut aufpassen, dass er nicht schreibt, was er will.
    Liebe Grüße in eine neue Woche mit möglichst wenig Erdengram.

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