Ein 7. Tag im Frühsommer

Am 7. Tage sollst du ruh’n:

Lesen
Frühstück im Garten

Spaziergang durch die Felder
eingehüllt in Duft von frischem Heu und Kamillenblüten
begleitet von unermüdlich zwitschernden Vögeln
sonntäglichem Glockengeläut
dem Rattern vorbeifahrender Züge und dem Gebimmel der Bahnschranken

Sauna, mit anschließender Frischluftkur und Sonnenbad
leckerem Essen auf der Terrasse
und ein wohlverdientes Mittagschläfchen

Die Knochen strecken sich wohlig aus

Cappuccino zum Wachwerden
Vogelaktivitäten beobachten:
Sie kennen keinen 7. Tag

Ein Kleszmerkonzert in der hiesigen Synagoge
klingende Alternative zum Wiederholungsfernsehen während der EM

Und dann wartet da noch das Buch: Nietzsche weint
bis jetzt sträubt er sich noch gegen jegliche Gefühlsregungen

So ein 7. Tag kann gar nicht lang genug sein
für all die angenehmen Dinge,
die ich jetzt – endlich – auch genießen kann.

Datum: 10. Juni 2012
Themengebiet: Alltägliches Trackback: Trackback-URL
Feed zum Beitrag: RSS 2.0

4 Kommentare

  1. Wildgans | Sonntag, 10. Juni 2012 22:25
    1

    Tauwetter bei Dir?
    Klingt beinah nach Goeth`schem Frühlingsspaziergang…besonders
    der allerletzte Satz!
    Gruß von Sonja

  2. Quer | Montag, 11. Juni 2012 5:58
    2

    Das scheint mir ein 7. Tag gewesen zu sein, der seinem Namen alle Ehre machte.
    Fein, dass du so genussvoll darin eintauchen konntest.
    Und jetzt wird sicher auch die Woche ihr Bestes geben…

    Liebe Grüsse,
    Brigitte

  3. mona lisa | Montag, 11. Juni 2012 6:48
    3

    Wildgans, ja vom Eise befreit…,
    stellt sich auch Genießen ein. Dir eine gute Woche!

  4. mona lisa | Montag, 11. Juni 2012 6:50
    4

    Quer, ich lasse mich überraschen und nehme wie es kommt.
    Dir einen guten Wochenstart!

Kommentar abgeben