Herbsttag

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.

O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was von dem milden Strahl der Sonne fällt.

(Christian Friedrich Hebbel)

Datum: 25. Oktober 2012
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3 Kommentare

  1. Wildgans | Donnerstag, 25. Oktober 2012 9:32
    1

    Grandios.
    Wo er diese Worte fand? Ort des Geschehens?
    Bilder dazu bei bea in Frankreich- oder in Parks, Gärten, Wäldern…
    Gruß von Sonja

  2. mona lisa | Donnerstag, 25. Oktober 2012 9:47
    2

    Ja Wildgans, gestern Abend habe ich nach dem Hören dieses Gedichtes auf dem Nachhauseweg dem feinen Fallen der Blätter gelauscht. Und nur, wenn ich stehengeblieben bin, konnte ich es hören, da sonst das Rascheln der auf dem Boden liegenden Blätter die Fallgeräusche übertonte.

  3. Wildgans | Freitag, 26. Oktober 2012 21:44
    3

    …und heute kamen noch Wind- und Regentropfgeräusche dazu…

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