Michael Bordt, Die Kunst sich selbst auszuhalten

„Wer innerlich frei ist, kann handeln, als freier Herr seiner selbst.“

Wer will nicht schon gern innerlich frei sein? Und merkt immer wieder, dass Emotionen, Gefühle Auslöser sind für altbekannte Reaktionsmuster, die man sich angeeignet hat, die oft automatisch ablaufen. Da ist von innerer Freiheit dann wenig zu spüren. Sie setzt voraus, dass ich mich kenne, wirklich weiß, was ich will.

Und dazu ist es laut Bordt notwendig, innere Stille und Einsamkeit zuzulassen, in der ich mir selbst begegnen und meinen inneren Reichtum entdecken kann. In ihr kann ich auch erkennen, ob ich mich als Opfer sehe oder mir tatsächlich zutraue und zugestehe, frei handeln und mit den Konsequenzen leben zu können.

Dieses schmale Bändchen hält Nachdenkenswertes bereit und zeigt Möglichkeiten auf, wie man Distanz zu seinen Gefühlen herstellen, sie anschauen und annehmen kann, um dann – mit einem neuen Verständnis für sie und für sich selbst – nach alternativen Möglichkeiten im Umgang mit ihnen zu kommen:

„Durch Selbstwahrnehmung und die damit gegebene wache Aufmerksamkeit auf unsere gesamte Realität haben selbst tief in uns verwurzelte Unruhen, Unzufriedenheiten, Härten und auch Verunsicherungen die Chance, schrittweise zu einer Lösung und Befriedung zukommen.“

Es ist ein (lebens-) langer Weg zur inneren Freiheit, deren erste Schritte Michael Bordt aufzeigt. Gehen und sich in der Kunst, sich selbst auszuhalten, zu üben, das muss man dann schon selbst.

Michael Bordt, Die Kunst sich selbst auszuhalten. Ein Weg zur inneren Freiheit, 2. Aufl. 2013, 93 S., ISBN 978-3-89883-388-2

Datum: 12. Januar 2014
Themengebiet: Buch-Rezensionen, Rezensionen Trackback: Trackback-URL
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