Meine Eigentümlichkeit

Der Unterschied zwischen den meisten anderen Menschen und mir liegt darin,
dass bei mir die „Zwischenwände“ durchsichtig sind.
Das ist meine Eigentümlichkeit.
Bei anderen sind sie oft so dicht, dass sie nichts dahinter sehen und darum meinen,
es sei auch nichts da.
Ich nehme die Vorgänge des Hintergrundes einigermaßen wahr,
und darum habe ich die innere Sicherheit.
Wer nichts sieht,
hat auch keine Sicherheit und kann keine Schlüsse ziehen,
oder traut den eigenen Schlüssen nicht.
Ich weiß nicht, was es ausgelöst hat,
dass ich den Strom des Lebens wahrnehmen kann.

(Carl Gustav Jung)

Datum: 28. Februar 2014
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2 Kommentare

  1. Sonja | Samstag, 1. März 2014 23:01
    1

    Das mit den „Zwischenwänden“ verstehe ich nicht, so sehr ich auch mein Denken verrenke; gut, wenn Herr Jung oder ein „Jungianer“ das klärend erläutern könnte (hat er vielleicht in irgendeinem Buch?)

  2. mona lisa | Sonntag, 2. März 2014 8:46
    2

    Habe es so verstanden, dass damit seine Fähigkeiten gemeint sind, empathisch, intuitiv zu erfassen, was in anderen Menschen vor sich geht – bin aber keine Jungianerin!

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