Wir sind Freunde

Aus der Hand frisst der Herbst mir sein Blatt: Wir sind Freunde.
Wir schälen die Zeit aus den Nüssen und lehren sie gehn:
Die Zeit kehrt zurück in die Schale.

Im Spiegel ist Sonntag,
im Traum wird geschlafen,
der Mund redet wahr.

(die ersten beiden Strophen von: Paul Celan, Corona, zitiert nach, Lyrik der Nachkriegszeit 1945-1960, Leipzig 2005, S. 89)

Datum: 7. September 2014
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2 Kommentare

  1. Quer | Montag, 8. September 2014 6:56
    1

    Ein wunderbares Gedicht! Ja, man möchte sich mit dem Herbst auf diese oder ähnliche Weise befreunden.
    Vielleicht gelingt das sogar…

    Beste Wünsche und liebe Grüsse zum Wochenbeginn,
    Brigitte

  2. mona lisa | Montag, 8. September 2014 7:12
    2

    Ich übe noch, doch der Herbst wird mir zunehmend sympathischer!

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