reden um zu reden

Es gibt Menschen, die nichts zu sagen haben,
aber ununterbrochen reden
das Gesagte mehrfach wiederholen
und nicht mitbekommen
dass sie nur zu sich selbst sprechen

Es ist als hörte man ihren Nicht-Gedanken zu,
die ungehindert, ungefiltert
aus ihnen herauspurzeln
oft so laut
dass selbst
Weghören nicht hilft

Stille wäre eine Wohltat
oder Kindergeplapper
birgt es doch die Möglichkeit
neue oder verschüttete Perspektiven auf die Welt
zu entdecken
und mal wieder zu staunen

(mona lisa)

Datum: 8. Juni 2015
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4 Kommentare

  1. Sonja | Montag, 8. Juni 2015 7:47
    1

    Jemanden zutexten nennt man es auch. Mit solchen Menschen mag ich nicht sein, entferne mich, wenn`s denn geht. In Wartezimmern, Zugabteilen, Restaurants würde ich mir gern die Ohren zuhalten, also habe ich mir eine Technik angeeignet, mit der das „Ausschalten“ funktioniert, ich höre den Plapperdünnschiss nicht mehr. Warum tun die Leute das?

  2. Quer | Montag, 8. Juni 2015 8:54
    2

    Ja, mit dem Reden ist es so eine Sache. Nicht alles, was zum Besten gegeben wird, ist eine Offenbarung…

    Eine Möglichkeit: weghören oder weggehen, wenn es geht…
    Lieben Gruss zum Wochenbeginn,
    Brigitte

  3. mona lisa | Montag, 8. Juni 2015 20:43
    3

    Sonja, ich hab’s im Hotel – mit wenig Erfolg – ja versucht! Vielleicht sollte ich demnächst Oropax dabeihaben

  4. mona lisa | Montag, 8. Juni 2015 20:46
    4

    Quer, muss ja auch nicht immer eine Offenbarung sein. Es reichte schon, wenn die Lautstärke runtergeschraubt würde. Sollen sie doch plappern ohne Ende, ich möchte nur nichts davon mitbekommen. Radio u. Fernseher kann ich ausstellen, das Plappern nicht!

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