Von den heimlichen Rosen

Oh, wer um alle Rosen wüsste,
die rings in stillen Gärten stehn
oh, wer um alle wüsste, müsste
wie im Rausch durchs Leben gehn.

Du brichst hinein mit rauhen Sinnen,
als wie ein Wind in einen Wald
und wie ein Duft wehst du von hinnen,
dir selbst verwandelte Gestalt.

Oh, wer um alle Rosen wüsste,
die rings in stillen Gärten stehn
oh, wer um alle wüsste, müsste
wie im Rausch durchs Leben gehn.

(Christian Morgenstern)

Datum: 8. Juli 2015
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6 Kommentare

  1. Quer | Mittwoch, 8. Juli 2015 9:45
    1

    Das ist eines der schönsten Gedichte, die ich kenne – und ich kenne nicht wenige! :-)

    Danke für den Rosengruss, den ich ganz prosaisch erwidere.
    Herzlich, Brigitte

  2. Sonja | Mittwoch, 8. Juli 2015 13:38
    2

    „von hinnen“
    :-)

  3. mona lisa | Mittwoch, 8. Juli 2015 14:05
    3

    ja Sonja, er ist offensichtlich hin und weg, wollte zunächst noch das Foto von einem Rosenstrauß abbilden, doch das schien mir zu mickrig angesichts des Rosenrausches ;)

  4. mona lisa | Mittwoch, 8. Juli 2015 14:07
    4

    Quer, es freut mich, dass ich dich auch ab und zu noch überraschen kann! Dir einen Tag mit einem Rosenduftrausch!

  5. seelenruhig | Donnerstag, 9. Juli 2015 6:03
    5

    Soooo schön!! Danke dir!

  6. mona lisa | Donnerstag, 9. Juli 2015 16:06
    6

    Herrn Morgenstern beziehe ich in deinen Dank mit ein ;)

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