Seelenvogel

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„Das Haften am eigenen Ich macht das Leben undurchsichtiger. Ein Augenblick wahrer Selbstvergessenheit, und alle Trennwände werden eine nach der andern transparent, so daß der Blick in der Klarheit des Raumes vordringt, so weit das Auge reicht; und gleichzeitig gibt es nichts Lastendes mehr. Die Seele verwandelt sich dann in einen Vogel.“

(aus: Philippe Jaccottet, Der Unwissende, Gedichte u. Prosa, Carl Hanser Verlag!önchen 2003, S. 31)

Datum: 25. September 2015
Themengebiet: Denk-Würdiges, Fotos, Zitate Trackback: Trackback-URL
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2 Kommentare

  1. Quer | Samstag, 26. September 2015 7:18
    1

    Schön gesagt von Herrn Jaccottet.
    Im Bild sehe ich zwar eher ein Känguru als einen Vogel, aber der Leichtigkeit der Seele tut dies sicher keinen Abbruch.

    Lieben Gruss in einen möglichst unbelasteten Tag,
    Brigitte

  2. mona lisa | Samstag, 26. September 2015 7:27
    2

    Ein Känguru???
    Die Sprünge eines Kängurus weisen ja auch eine gewisse Leichtigkeit auf, oder?
    Wie auch immer: dir einen leichten, lichten Septembersamstag!

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