Sehnsüchtige Seele

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Was will ich denn und suche noch
und bin so voller heimlichen Erwartens,
als blühte wo ein spätes Glück mir noch
im Schatten eines unbekannten Gartens?

Ward mir denn Liebe nicht genug
und Gunst der Musen schwesterlich gegeben,
daß immer ich den ruhelosen Flug
nach fernen Paradiesen muß erheben?

Ich habe alles Guten schönstes Maß
und könnte still an klaren Quellen liegen,
doch immer schwankst, ein windbewegtes Gras,
sehnsücht’ge Seele, du und bist nicht einzuwiegen.

(Gustav Falke)

Datum: 26. März 2016
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4 Kommentare

  1. Quer | Samstag, 26. März 2016 7:16
    1

    Ja, dieses leise Sehnen, diese Restsehnsucht, ist mal stärker und mal milder zu spüren. Vielleicht ist sie unser Lebensantrieb…

    Lieben Gruss,
    Brigitte

  2. Gabriela | Samstag, 26. März 2016 8:08
    2

    Der Versuch, die Sehnsucht ganz und gar zu fühlen, zu erforschen, wonach ich mich denn im Tiefsten sehne, hilft mir manchmal, dem Sehnen nicht Trauer, sondern Gegenwärtigkeit folgen zu lassen.
    Denkandichgruss
    Gabriela

  3. mona lisa | Samstag, 26. März 2016 8:12
    3

    @Quer, ja, sie lässt einen suchen u. oft auch finden ;)
    Dir einen lieben Retourgruß!

  4. mona lisa | Samstag, 26. März 2016 8:13
    4

    @Gabriela, du bringst es sehr feinfühlig auf den Punkt. Dank dir dafür!
    Liebe Grüße.

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