Der Wind zieht seine Hosen an

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Der Wind zieht seine Hosen an,
Die weißen Wasserhosen!
Er peitscht die Wellen, so stark er kann,
Die heulen und brausen und tosen.

Aus dunkler Höh‘, mit wilder Macht,
Die Regengüsse träufen;
Es ist, als wollt die alte Nacht
Das alte Meer ersäufen.

An den Mastbaum klammert die Möwe sich
Mit heiserem Schrillen und Schreien;
Sie flattert und will gar ängstiglich
Ein Unglück prophezeien.

(Heinrich Heine)

Datum: 24. Mai 2016
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2 Kommentare

  1. Quer | Dienstag, 24. Mai 2016 5:17
    1

    Das ist trotz des düsteren Inhalts ein wunderschönes Gedicht.
    Hier wird es, nach dem gestrigen Wind- und Regentag, wieder menschen- und möwenfreundlicher.
    Herzlichen frühen Morgengruss,
    Brigitte

  2. mona lisa | Dienstag, 24. Mai 2016 15:15
    2

    Hier leider noch nicht :(
    Doch eine Krimineuerscheinung wartet auf mich.
    Liebe Grüße

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