frühkindliche Bindungen

In der heutigen Sendung „Lebenszeichen“ im WDR 3 geht es um sogenannte Ersatzkinder, Kinder, die nach dem Tod eines Geschwisterkindes zur Welt gekommen sind und im Extremfall auch denselben Namen erhalten haben.
Eine – wie immer – hörenswerte Sendung, die nicht nur für Betroffene wichtig sein kann, sondern für viele. Denn: Jeder ist ja auf jeden Fall Kind gewesen, viele sicher auch Mutter/ Vater oder später dann auch Oma oder Opa.

Es geht in der Sendung auch um Voraussetzungen guter Bindungen, die, sollten sie nicht vorhanden sein, warum auch immer, zu Schwierigkeiten in der eigenen Identitätsfindung führen können. Darüber mehr zu erfahren ist vielleicht hilfreich. In der Sendung heißt es:

„Das ist ja, was einer guten Bindung zugrunde liegt, dass das Kleinkind sich konstruieren kann im Widerschein des Blickes der Mutter oder des Vaters. Dass sozusagen die Person, die sich um das Kind kümmert, das Kind erkennt und dem Kind das auch widerspiegelt, was es in dem Kind denn als Ureigenes erkennt. Und da kann man sich ja vorstellen, wenn da ein Schatten drüber geht, wie eine schmutzige Scheibe sozusagen, … dass das dann diese Widerspiegelung erschwert oder unmöglich macht…“ (Kristina Schellenski)
„Eine Mutter, die selbst nicht als eigenes Wesen wahrgenommen wurde, konnte auch ihre Töchter nicht als Persönlichkeiten ansehen.“ das ist die Erfahrung die eine in der Sendung zitierte Hörerin mitteilt.

Diese Sendung wird wiederholt, kann aber auch auch kostenlos heruntergeladen werden.

Datum: 19. Juni 2016
Themengebiet: Allgemein, Rezensionen, Rezensionen (diverse) Trackback: Trackback-URL
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