Helle Helle, Wenn du magst

„Ich will es kurz machen, ich weiß nicht wohin mit mir.“

img_3145

Ende Oktober – die Nächte sind schon kalt – verirrt sich Roar, der bei einer Tagung auf dem Lande die Gelegenheit ergreift, das erste Mal in seinem Leben joggen zu gehen. Mit schmerzender Blase – seine Joggingschuhe haben verschiedene Größen, was er vorher nicht bemerkt hat – verirrt er sich im Wald und trifft auf eine Joggerin, die ebenfalls den Weg zurück nicht mehr findet.

„Ich dachte, ich würde immer geradeaus laufen. Aber ich kam wieder und wieder an demselben Moorloch mit dem welken Farn vorbei. Ich lief nach links und nach links und einige Zeit später erneut, oder auch nach rechts, und dann noch einmal. … Jetzt hängt die Sonne tiefer am Himmel, und ich bin nicht allein. Eine Frau steht auf dem Weg. Sie kramt in ihrer Hosentasche, sie trägt ein Stirnband. Die Trainingsjacke um die Hüften gebunden. Sie steckt sich etwas in den Mund, dann schaut sie in meine Richtung.“

Schlecht ausgerüstet – er hat gar nichts dabei, sie nur eine Packung Kaugummi, eine nahezu leere Wasserflasche und ein kaum noch aufgeladenes Handy, was allerdings zum Telefonieren nicht zu gebrauchen ist, da sie sich in einem Funkloch befinden – sind sie gezwungen, die Nacht im Wald zu verbringen.

Helle Helle erzählt, was die beiden miteinander erleben, aber auch, was in ihren Köpfen vor sich geht. Der Roman beginnt eher schleppend, nimmt dann aber ein wenig an Fahrt und Spannung auf. Leicht zu lesen, da der Roman sprachlich mit einfachen Mitteln auskommt.

Helle Helle, Wenn du magst, a.d. Dänischen v. Flora Fink, Dörlemann Verlag Zürich 2016, 191 S., ISBN 978-3-03820-034-5

Datum: 19. September 2016
Themengebiet: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen Trackback: Trackback-URL
Feed zum Beitrag: RSS 2.0

Kommentar abgeben