Der Herbst

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Das Glänzen der Natur ist höheres Erscheinen,
Wo sich der Tag mit vielen Freuden endet,
Es ist das Jahr, das sich mit Pracht vollendet,
Wo Früchte sich mit frohem Glanz vereinen.

Das Erdenrund ist so geschmückt, und selten lärmet
Der Schall durchs offne Feld, die Sonne wärmet
Den Tag des Herbstes mild, die Felder stehen
Als eine Aussicht weit, die Lüfte wehen

Die Zweig‘ und Äste durch mit frohem Rauschen,
Wenn schon mit Leere sich die Felder dann vertauschen,
Der ganze Sinn des hellen Bildes lebet
Als wie ein Bild, das goldne Pracht umschwebet.

(Friedrich Hölderlin)

Datum: 16. Oktober 2016
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2 Kommentare

  1. Quer | Dienstag, 18. Oktober 2016 5:57
    1

    Hölderlin fasst genau das zusammen, was einem vage durch den Kopf geht, wenn man die herbstliche Pracht der Natur bewundert: einfach schön!
    Liebe Morgengrüsse,
    Brigitte

  2. mona lisa | Dienstag, 18. Oktober 2016 15:15
    2

    Stimmt!
    Herbstgrüße in die Schweiz!

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