fühlender Mond

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Gieb deinem Herzen ein Zeichen,
daß die Winde sich drehn.
Hoffnung ist ohne gleichen
wenn sie die Göttlichen sehn.

Richte dich auf und verharre
still in dem großen Bezug;
leise löst sich das Starre,
milde schwindet der Bug.

Risse entstehn im Verhängnis
das du lange bewohnt,
und in das dichte Gefängnis
flößt sich ein fühlender Mond.

(Rainer Maria Rilke) Aus: Die Gedichte 1922 bis 1926

Datum: 14. Januar 2017
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4 Kommentare

  1. FrauWind | Samstag, 14. Januar 2017 16:20
    1

    Wo findest du bloss immer diese Perlen?
    Danke!

  2. mona lisa | Samstag, 14. Januar 2017 19:29
    2

    In den Austern= meinen Büchern ;)
    Freut mich, dass es Perlen für dich sind.
    Herzliche Grüße

  3. Quer | Sonntag, 15. Januar 2017 6:30
    3

    Schön! Das müsste dann Rilke sein. :-)
    Lieben Gruss in den Sonntagmorgen,
    Brigitte

  4. mona lisa | Sonntag, 15. Januar 2017 9:14
    4

    Ups, ja natürlich, durch deinen Kommentar habe ich gerade erst bemerkt, dass die Korrektur nicht hochgeladen worden ist – etwas ist im Moment mit meiner -Seite nicht ganz in Ordnung, hoffe auf Hilfe durch den Sohn ;)

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