Liliane Steiner, Wilmas Mäusejagd


(Copyright Liliane Steiner, kunstanst!fter verlag)

Kinder ab 4 Jahren werden aufgefordert, mit Katze Wilma auf Mäusejagd zu gehen. Ähnlich wie die „Raupe Nimmersatt“ hat Wilma immer Hunger und streift deswegen durch Stadt und Land, stets auf der Suche nach etwas Essbarem.

„Das ist Wilma. Sie hat einen Mordshunger. Schon den ganzen Morgen liegt sie erfolglos vor dem Mäusebau auf der Lauer. Ist ihr die Maus entwischt? Siehst du sie?“

Die Maus auf der großformatigen Seite zu finden, ist mit bloßem Auge nicht so ganz einfach, zumindest für Kinder in diesem Alter. Doch das Hardcover Bilderbuch in japanischer Bindung ist mit einer Lupe ausgestattet, die das Auffinden der versteckten Tiere einfacher und spannender macht, da die Kinder so aktiv in den Prozess des Suchens einbezogen werden.


(Copyright Liliane Steiner kunstanst!fter verlag)

Die Geschichte ist ziemlich simpel, im Grunde wiederholt sich auf jeder Seite der Suchprozess, allerdings an verschiedenen, stets zweifarbig gestalteten Orten. Es geht farbig, aber nicht grell bunt zu. So kann sich die mehrfache Suche auf die verstecken Tiere konzentrieren. Ich finde: sehr wohltuend.

Zudem lieben Kinder in dem Alter Wiederholungen, das weiß ich aus eigener Vorleseerfahrungen mit meinen Kindern. Manche Bücher konnte ich nicht oft genug vorgelesen und wehe, ich ließ etwas weg.

Der Autorin wünsche ich, dass dieses Bilderbuch wie auch „Die Sprachstarken 3“ von der Stiftung Buchkunst unter die schönsten deutschen Bücher gewählt wird.

Liliane Steiner, Wilmas Mäusejagd, kunstanst!fter verlag, Mannheim 2017, 56 S., ISBN 978-3-942795-49-4

Datum: 22. Februar 2017
Themengebiet: Buch-Rezensionen, Rezensionen Trackback: Trackback-URL
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